Bad Reichenhall (eb) [15.02.10]. Weithin sichtbar war
das Flutlicht im Weltcup-Skigebiet Götschen. Anlässlich der internationalen
Divisionsskimeisterschaften gingen dort rund 120 Teilnehmer im
Riesenslalom an den Start und
ermittelten in diversen Klassen in zwei Durchgängen ihre
Sieger. Bei besten äußeren Bedingungen stellten die
Soldaten aus vier verschiedenen Nationen ihr Können unter
Beweis. Die Bestzeit bei den Damen ging dabei an die
Hauptgefreite Bettina Eder vom Gebirgsjägerbataillon 232
aus Berchtesgaden und bei den Herren an den Hauptgefreiten Anton
Resenberger, der
seinen Dienst beim Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald
ableistet.
„Ja, insbesondere der zweite Durchgang hatte eine kleine
Tücke kurz vor dem Ziel, an der ich fast noch gescheitert
wäre, aber mit dem ersten Platz bin ich ganz zufrieden“,
freute sich die Siegerin Bettina Eder, die selbst bei
den Herren noch unter den zehn Besten gelandet wäre. Der
Sieg der 18-jährigen
war aber kaum anders zu erwarten: Bereits im letzten
Jahr dominierte sie die Damenklasse und deklassierte mit mehr
als 14 Sekunden
Vorsprung auf die Zeitplatzierte regelrecht ihre Konkurrentinnen.
Für Eder sind es momentan „englische Wochen“.
Am Sonntag war sie noch bei FIS-Rennen am Oberjoch unterwegs
und wird, wenn alles gut läuft, bereits am Donnerstag wieder
am Götschen beim Europacup an den Start gehen. „Ich
hoffe, dass ich starten darf. So ganz klar ist das noch
nicht, aber freuen würde mich das schon“, erklärte
die junge Frau, für die der Start am Götschen eine Art
Heimspiel war, da sie nicht nur ihren Dienst in Berchtesgaden
ableistet,
sondern auch gebürtig aus dem Landkreis vor den Toren Salzburgs
kommt.
Der Sieg bei den Herren war dagegen weitaus härter umkämpft.
In einem Herzschlag-Finale landete Hauptgefreiter Anton Resenberger,
an den die Tagesbestzeit ging, mit einem Wimpernschlag von 6/100
Sekunden vor seinem Konkurrenten aus Berchtesgaden, dem Oberstabsgefreiten
Marc Gollinger. „Das war knapp“, meinte Resenberger
nur ganz kurz danach im Ziel.
Von den 111 Startern haben rund ein Fünftel das Ziel nicht
erreicht. Eine anspruchsvolle Kurssetzung und ein überaus
aggressiver Schnee in beiden Durchgängen sorgten für
zahlreiche Ausfälle und Stürze, die aber allesamt glimpflich
ausgingen. „Der Hang hat einem heute wirklich alles abgefordert
und die absolut perfekte Schneequalität sorgte dafür,
dass selbst kleinste Fehler gnadenlos bestraft wurden. Aber die
Piste war für alle Läufer in einem optimalen Zustand,
so dass alle annähernd die gleichen Bedingungen hatten“,
meinte die Siegerin Bettina Eder abschließend.
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