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 Gestecktes Ziel erreicht
 Christian Flühr erreicht seinen 13. Rekord
Kurs auf Weltrekord: Christian Flühr im Bispinger Snow Dome.
Fotos: Zeitter
Bispingen (uz) [15.02.10]. Christian Flühr lächelt tapfer in die Kamera. „Des wird scho“, hat er eben noch dem Moderator im vorbeigehen ins Mikrophon gerufen. Der Hauptmann der Reserve ist seit Stunden im Snow Dome im niedersächsischen Bispingen unterwegs. Noch vor wenigen Tagen hat er die Goldmedaille im Abfahrtslauf (Reservistenklasse) bei den Internationalen Militärmeisterschaften gewonnen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat er den Schnee im Berchtesgadener Land mit der Indoor-Piste in Bispingen getauscht. Selbst hier gäbe es aber genug Schnee, um unter freiem Himmel auf den Brettern stehen zu können.
Einfach nur auf den Brettern zu stehen, das hat Christian Flühr aber nie gereicht. Seine Dienstzeit bei den Gebirgsjägern förderte dazu die Leidenschaft des Skifahrens. Seit vielen Jahren ist er dafür bekannt, außergewöhnliche Ausdauer-Rekorde aufzustellen. In diesen Tagen hat er unter dem Motto „Christian und die wilde 13“ seinen 13. Rekordversuch in Angriff genommen. Unter anderem gehören mehr als 100 Stunden auf Skiern zu seinen Leistungen. Diese Stunden wurden am Stück absolviert, versteht sich.
 
Die Zeit im Lift sorgt für einen weiteren Strich auf der Liste und bietet die Chance für eine Erfrischung.
In der Lüneburger Heide klang das jüngste Ziel auf den ersten Blick bescheidener: 24 Stunden hatte sich der Ausdauersportler vorgenommen, um dabei aber 20.000 Höhenmeter zu absolvieren. Im Klartext hieß dies, dass sich Christian Flühr mehr als 500 Mal die Piste im Snow Dome hinunterstürzen musste, um sein Ziel zu erreichen. Mit Geschwindigkeiten von 50 bis 70 Stundenkilometern war Flühr unterwegs. Dafür gehörte dem Sportler ein eigener Abschnitt der Anlage in Bispingen. Unterwegs ist er zwischen Trainingshügel und Rodelbahn.
Gemeinsam mit Mitgliedern seines eingespielten Teams absolvierte er ein 24stündiges Auf und Ab. Etwas mehr als zwei Minuten vergehen jeweils bis zum nächsten Griff nach einem der Teller, um sich vom Lift wieder nach oben ziehen zu lassen. Nie war er allein auf der Piste. Aus Sicherheitsgründen hatte er einen Begleiter einige Meter hinter sich, damit Freizeitsportler, die Flühr nicht im Augenwinkel sehen konnte, nicht in die Quere kommen konnten. Während sein Begleiter für die absolvierte Abfahrt einen Strich in die Liste eintrug, war der Rekordfahrer längst mit einem neuen Begleiter wieder im Lift. „Ich kann nur Skifahren“, fasst der Reserveoffizier am Ende zusammen, was ihm sein Team bedeutet. Es reicht Snacks, Getränke oder gar Kleidungsstücke zu und hält ihn bei Laune. Ohne seine Begleiter und Organisatoren, die ihm zur Hand gehen und den Rücken frei halten, gäbe es für Flühr auch keine Weltrekorde.
Glückliche Gesichter nach dem Finale.
Für die Verantwortlichen im Snow Dome hätte das Vorhaben sehr gut in die aktuelle Aktionsphase gepasst, ziehen sie ihr persönliches Resümee. Aus Anlass der Winterspiele in Kanada geht es auch in Bispingen in eine heiße Phase. Die Nacht des Rekords wurde erstmals zum Nachtskifahren genutzt, mit Musik und Party feierten die Besucher bis in den Morgen, während Christian Flühr unermüdlich mit Vollgas seinem Ziel entgegenfuhr.
Die Geschwindigkeit, die der Sportler dabei vorgab, brachte ihn am Ende sogar noch in Bedrängnis. Der Schlepplift verlangte während der Nachtstunden im Gegensatz zu Christian Flühr eine kurze Auszeit. Der Sportler musste auf den langsameren Sessellift ausweichen. So kam es auch, dass die letzten Stunden des Rekords nicht nur von der Erschöpfung, sondern auch von ständigem Rechnen geprägt waren, zumal die Abfahrt auf der Seite des Sessellifts aus geringerer Höhe erfolgt.
Ein neuer Rekord war absehbar, die anvisierten 20.000 Höhenmeter schienen aber gefährdet. Nach Ablauf der 24 Stunden musste gründlich nachgerechnet werden, bevor die erlösende Zahl von 20.137,49 Höhenmetern präsentiert wurde.
Strahlend feierte Christian Flühr mit seinem Team den Erfolg und mit einem Augenzwinkern verrät er, dass er bereits eine neue Idee für einen Rekordversuch im Kopf hätte.
Wer übrigens glaubt, dass der Sportler an diesem Wochenende nur seinen Rekord vor Augen hatte, der täuschte sich. Die ersten Minuten des neuen Tages nutzte Flühr, um im Sessellift seiner Lebensgefährtin ein Valentinstagsgeschenk zu überreichen.
 
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