Sigmaringen (eb) [18.07.08]. Die Soldaten der Sigmaringer
Graf-Stauffenberg-Kaserne haben
vor geladenen Gästen
des Namensgebers ihrer Kaserne,
Oberst Graf Schenk von Stauffenberg,
gedacht, der als Teil des Widerstandes
im Dritten Reich am 20. Juli
1944 hingerichtet wurde. Bei
einem Appell vor dem Denkmal
des Widerstandskämpfers
legten der Standortälteste
und stellvertretende Kommandeur
der 10. Panzerdivision, Brigadegeneral
Manfred Hofmeyer und der Kasernenkommandant,
Major Ralph Britz, einen Kranz
nieder.
„Das Aufstehen der Männer und Frauen des Widerstandes“,
so Hofmeyer in seiner Gedenkansprache, „ist Vermächtnis
und Ermutigung für die nachfolgenden Generationen,
es bindet unser Handeln an Grundsätze, die ihren Niederschlag
auch im Grundgesetz der Bundesrepublik
Deutschland gefunden haben.“ Die ehemalige Kaserne „Am
Ziegelholz“ wurde
am 20. Juli 1961 nach Stauffenberg
benannt.
Auch der Bürgermeister von Sigmaringen, Dr. Daniel
Rapp und Landrat Dirk Gaerte wohnten dem Appell bei. Als
besonderer Gast war auch Hans Reichhart, Bürgermeister
der Gemeinde Jettingen-Scheppach zugegen. Dort hatte der
Stab der 10. Panzerdivision im vergangenen Jahr mit einem
großen Zapfenstreich am Geburtsort Stauffenbergs seinen
hundertsten Geburtstag gefeiert. Die musikalische Umrahmung
der Feierlichkeit oblag dem Heeresmusikkorps 10 aus Ulm.
Seit Freitag ist auch die militärhistorische Sammlung
der Kaserne wieder für den öffentlichen Besuch
zugänglich. Sie zeigt Ausschnitte aus der Militärgeschichte
Deutschlands, beginnend in der napoleonischen Zeit Anfang
des 19. Jahrhunderts über das Deutsche Reich, die beiden
Weltkriege bis hin zur modernen Bundeswehr von heute. Anhand
zahlreicher Ausstellungsstücke und Schautafeln kann
der Besucher in eine kleine Zeitreise eintauchen. Die letztes
Jahr zu Ende gegangene Sonderausstellung „100 Jahre
Stauffenberg“, die rund 5000 Besucher anlockte, ist
in verringertem Umfang zu besichtigen. |