Um vier Uhr ist es dann so weit: Zwölf Soldaten machten sich
auf den Weg nach Konstanz. Dort angekommen wurden sie in die Örtlichkeiten
eingewiesen. Dann bereiten sie ihre Ausrüstung vor. Um 13 Uhr
soll die Desinfektion beginnen. Die ABC-Abwehr-Spezialisten legen
ihre Schutzanzüge an. Flaschen werden mit Desinfektionsmittel
gefüllt. Ein letztes Mal wird die Schutzmaske überprüft,
dann geht es los.
Beim Desinfizieren ist Präzision gefragt. Die Soldaten, nun in weiße
Schutzanzüge mit Schutzmaske gehüllt, verstehen ihr Handwerk: Sie gehen
bei der Desinfektion der 13 Zelte und 16 Container konzentriert und fachmännisch
vor. Diese Arbeit ist schweißtreibend: „Gut, dass es bewölkt
ist, sonst wäre es noch viel heisser in unseren Schutzanzügen“,
sagt Hauptgefreiter Peter Grober.
Gute Ausrüstung und Ausbildung der Soldaten sind wichtig. Noch wichtiger
aber ist die Motivation der Soldaten: „Es macht Spass, den Menschen in
Konstanz zu helfen. Man macht etwas Sinnvolles und sieht, dass die Hilfe ankommt“,
freut sich Unteroffizier Rene Neudorfer. Dass die Hilfe tatsächlich bei
der Bevölkerung ankommt, bestätigen die Konstanzer selbst: Sie bringen
den Soldaten Getränke und Kuchen, sagen persönlich Danke.
Kompaniechef Hauptmann Thomas Pasche resümiert: „Wir haben zügig
und reibungslos gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit Sanitätern und der Klinik
läuft gut.“ So gut, dass voraussichtlich schon in der nächsten
Woche in den Behelfs-Ops operiert werden kann.
|