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Satire bis der Arzt kommt

 „Baden“ hilft Baden
 Das südbadische Konstanz braucht Hilfe
Konstanz (eb) [23.09.08]. Es war Mittwoch, der 11. Juni 2008. Seit drei Uhr morgens ist Leutnant Christoph Burgmer auf den Beinen. Erst vor wenigen Tagen ist er von seinem Einsatz im Kosovo zurückgekehrt. Jetzt gibt es wieder viel zu tun: Die Soldaten der 6. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 „Baden“ rüsten sich für einen Spezialauftrag.
Das südbadische Konstanz braucht ihre Hilfe. Genauer, das Konstanzer Klinikum. In der Nacht vom 2. auf 3. Juni hatte ein Brand großen Schaden angerichtet: Zahlreiche OP-Räume wurden zerstört. Deshalb konten in der Region Konstanz nur etwa die Hälfte der üblichen Operationen durchgeführt werden. Daraufhin sagte die Bundeswehr Hilfe zu. Sanitäter vom Einsatzlazarett 411/412 aus Dornstadt bauten vier mobile OP-Einheiten, bestehend aus Containern und Zelten auf. Damit darin möglichst bald operiert werden kann, mussten die OP-Räume vorher sterilisiert werden. Hier waren die ABC-Abwehr-Spezialisten aus Bruchsal gefragt. Sie verfügen über das nötige Know How, praktische Erfahrung und die Spezialausrüstung.
 
Viel zu tun: Die Soldaten desinfizierten 16 Container und 13 Zelte.
Fotos: Heerestruppenbrigade
Um vier Uhr ist es dann so weit: Zwölf Soldaten machten sich auf den Weg nach Konstanz. Dort angekommen wurden sie in die Örtlichkeiten eingewiesen. Dann bereiten sie ihre Ausrüstung vor. Um 13 Uhr soll die Desinfektion beginnen. Die ABC-Abwehr-Spezialisten legen ihre Schutzanzüge an. Flaschen werden mit Desinfektionsmittel gefüllt. Ein letztes Mal wird die Schutzmaske überprüft, dann geht es los.
Beim Desinfizieren ist Präzision gefragt. Die Soldaten, nun in weiße Schutzanzüge mit Schutzmaske gehüllt, verstehen ihr Handwerk: Sie gehen bei der Desinfektion der 13 Zelte und 16 Container konzentriert und fachmännisch vor. Diese Arbeit ist schweißtreibend: „Gut, dass es bewölkt ist, sonst wäre es noch viel heisser in unseren Schutzanzügen“, sagt Hauptgefreiter Peter Grober.
Gute Ausrüstung und Ausbildung der Soldaten sind wichtig. Noch wichtiger aber ist die Motivation der Soldaten: „Es macht Spass, den Menschen in Konstanz zu helfen. Man macht etwas Sinnvolles und sieht, dass die Hilfe ankommt“, freut sich Unteroffizier Rene Neudorfer. Dass die Hilfe tatsächlich bei der Bevölkerung ankommt, bestätigen die Konstanzer selbst: Sie bringen den Soldaten Getränke und Kuchen, sagen persönlich Danke.
Kompaniechef Hauptmann Thomas Pasche resümiert: „Wir haben zügig und reibungslos gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit Sanitätern und der Klinik läuft gut.“ So gut, dass voraussichtlich schon in der nächsten Woche in den Behelfs-Ops operiert werden kann.
Text/Fotos: Stefan Jacob, Heerestruppenbrigade
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