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 Internationaler Fallschirmjägerwettbewerb in Regensburg
 Herausforderung für Fallschirmjäger aus vier Nationen
Regensburg (eb) [03.07.2007]. Zum zwölften Mal fand in Regensburg der Internationale Fallschirmjägerwettbewerb der Division Spezielle Operationen (DSO) statt. Dieser Wettkampf ist der letzte divisionsweit ausgetragene Wettbewerb im deutschen Heer.
Insgesamt 14 Mannschaften kämpften um die Siegestrophäen. Dabei waren auch Mannschaften aus Spanien, der Schweiz und Polen.
Beim diesjährigen Vielseitigkeitswettkampf mussten die Mannschaften, bestehend aus fünf Teammitgliedern, ihr Können beim Laufen, Schießen und Ziel- sowie Formationsspringen beweisen.
Nicht nur Freifaller der DSO waren unter den elf Bundeswehrmannschaften, sondern auch „springende“ Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall und Springer der Luftlande- und Transportschule aus Altenstadt.
Mit den Lauf und Schießwettbewerben begann am Montagmorgen der Wettkampf. Dabei musste jedes Mannschaftsmitglied mit dem Gewehr G 36 innerhalb von drei Minuten über 150 Meter zum Schießstand sprinten, zehn Schuss auf eine 10er Ringscheibe abgeben und wiederum 150 Meter zurücksprinten.
Eine punktgenaue Landung war bei den Windbedingung nicht einfach zu erreichen.
Foto: DSO -PIZ-
Der anschließende sieben Kilometer lange Geländelauf in Uniform, mit dem G 36 auf dem Rücken, forderte bei hohen Temperaturen die Soldaten bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.
Direkt an den Lauf schloss sich das Schießen mit der Pistole P8 an. Zehn Schuss auf eine Zehner-Ringscheibe mussten abgeben werden. Ausgepowert vom Geländelauf hatten die Soldaten dabei nur 60 Sekunden Zeit um die Schießübung auf eine Entfernung von 25 Metern zu absolvieren.
Major Dirk Wagner von Team der DSO erklärt: „Das Schießen ist wie beim echten Biathlonwettkampf. Wichtig ist die richtige Pulszahl zu haben. Ist der Puls zu hoch, schießt man unruhig. Ist der Puls zu nieder, merkt man den Herzschlag so stark, dass man den richtigen Abzugspunkt der Waffe nicht erfühlen kann.“ Überragend schlugen sich an diesem Tag, die Mannschaft des Kommando Spezialkräfte aus Calw und ging mit einer deutlichen Führung in die Sprungdisziplinen.
Die Sprungwettbewerbe sollten am Dienstag und Mittwoch auf dem Standortübungsplatz Oberhinkofen folgen. Leider machte das Wetter den Organisatoren aus der G3 Abteilung der DSO einen Strich durch die Rechnung. Mit orkanartigen Windböen und einer Wolkendecke weit unter 800 Meter war an ein Wettkampfspringen am Dienstag nicht zu denken. Der Leitende der Veranstaltung, Major Constantin Spallek, sagte den Wettkampf für diesen Tag deshalb ab. Auch am folgenden Mittwoch Morgen waren die Bedingungen nicht besser. Erst zum Abend hin beruhigte sich die Wetterlage und man konnte mit dem Zielspringen beginnen. Hierbei musste jeder Soldat mit drei Sprüngen so genau wie möglich mittig in einem 20 Meter großen Kreis landen. Wie schon im letzten Jahr, zeichneten sich hier die Gäste aus Polen in hervorragender Weise aus und erreichten die höchste Punktzahl.
Erst am Donnerstag wurde das Formationsspringen durchgeführt. Nachdem die Wettkampfteilnehmer aus einem mittleren Transporthubschrauber CH 53 aus einer Höhe von 2200 Metern gesprungen waren, blieben ihnen maximal 20 Sekunden, um die geforderte Hauptformation, den „Speedstar“ zu zeigen. Dabei müssen sich alle fünf Springer zu einer Sternformation finden. Um diese Formation springen zu können, benötigt man viel Training und Sprungerfahrung. Die Springer der Luftlande- und Lufttransportschule aus Altenstadt, also diejenigen die alle anderen Fallschirmspringer der Bundeswehr ausbilden, brillierten in dieser Disziplin suverän.

Schnelligkeit und Treffsicherheit waren beim Schießwettkampf gefragt.
Nach drei Tagen spannenden Wettkampfes und trotz widrigem Wetter standen die Sieger fest. Die Siegerehrung nahm Generalmajor Hans-Lothar Domröse, Kommandeur der DSO, während des traditionellen Gästebiwaks der DSO persönlich vor. Vor etwa 1100 geladenen Gästen, unter Beisein des Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde und dem Oberbürgermeister der Stadt Regensburg, Hans Schaidinger überreichte er die Siegertrophäen.
Generalmajor Domröse sprach den Wettkämpfern ein großes Lob aus. „Die in den vergangenen Tagen gezeigten Leistungen und erkämpften Ergebnisse aller Mannschaften verdienen höchsten Respekt und große Anerkennung, die ich Ihnen allen hiermit ausspreche.“
Gewonnen hat schließlich die Mannschaft des Kommando Spezialkräfte aus Calw. Zweiter wurden die Springer der Luftlande- und Lufttransportschule aus Altenstadt und den dritten Platz erkämpfte sich eine Mannschaft des Fallschirmjägerbataillons 261 aus Lebach.
Einen besonderen Dank sprach er dem Luftsportverein Regensburg e.V., der die Veranstaltung in hervorragender Weise unterstützt hatte.
„Trotz des hohen organisatorischen Aufwandes wollen wir den Wettkampf auch in den nächsten Jahren weiterführen. Er fordert präzises Arbeiten, fördert die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl unter allen Fallschirmjägern und trägt so zur Steigerung des gegenseitigen Vertrauens bei,“ so General Domröse abschließend.
Der Wettbewerb bot allen Teilnehmer, neben dem sportlichen Wettkampf, zugleich die Möglichkeit der Begegnung von Fallschirmspringern unterschiedlicher Truppenteile und Nationen.

Für das Zielspringen verlassen die Wettkämpfer in einer Höhe von 1300 Meter den Hubschrauber.
Text/Fotos: Stabsfeldwebel Andreas Seger, PIZ DSO
 
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