Der anschließende sieben
Kilometer lange Geländelauf in Uniform, mit dem G 36 auf dem Rücken,
forderte bei hohen Temperaturen die Soldaten bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.
Direkt an den Lauf schloss sich das Schießen mit der Pistole P8 an. Zehn
Schuss auf eine Zehner-Ringscheibe mussten abgeben werden. Ausgepowert vom Geländelauf
hatten die Soldaten dabei nur 60 Sekunden Zeit um die Schießübung
auf eine Entfernung von 25 Metern zu absolvieren.
Major Dirk Wagner von Team der DSO erklärt: „Das Schießen ist
wie beim echten Biathlonwettkampf. Wichtig ist die richtige Pulszahl zu haben.
Ist der Puls zu hoch, schießt man unruhig. Ist der Puls zu nieder, merkt
man den Herzschlag so stark, dass man den richtigen Abzugspunkt der Waffe nicht
erfühlen kann.“ Überragend schlugen sich an diesem Tag, die Mannschaft
des Kommando Spezialkräfte aus Calw und ging mit einer deutlichen Führung
in die Sprungdisziplinen.
Die Sprungwettbewerbe sollten am Dienstag und Mittwoch auf dem Standortübungsplatz
Oberhinkofen folgen. Leider machte das Wetter den Organisatoren aus der G3 Abteilung
der DSO einen Strich durch die Rechnung. Mit orkanartigen Windböen und einer
Wolkendecke weit unter 800 Meter war an ein Wettkampfspringen am Dienstag nicht
zu denken. Der Leitende der Veranstaltung, Major Constantin Spallek, sagte den
Wettkampf für diesen Tag deshalb ab. Auch am folgenden Mittwoch Morgen waren
die Bedingungen nicht besser. Erst zum Abend hin beruhigte sich die Wetterlage
und man konnte mit dem Zielspringen beginnen. Hierbei musste jeder Soldat mit
drei Sprüngen so genau wie möglich mittig in einem 20 Meter großen
Kreis landen. Wie schon im letzten Jahr, zeichneten sich hier die Gäste
aus Polen in hervorragender Weise aus und erreichten die höchste Punktzahl.
Erst am Donnerstag wurde das Formationsspringen durchgeführt. Nachdem die
Wettkampfteilnehmer aus einem mittleren Transporthubschrauber CH 53 aus einer
Höhe von 2200 Metern gesprungen waren, blieben ihnen maximal 20 Sekunden,
um die geforderte Hauptformation, den „Speedstar“ zu zeigen. Dabei
müssen sich alle fünf Springer zu einer Sternformation finden. Um diese
Formation springen zu können, benötigt man viel Training und Sprungerfahrung.
Die Springer der Luftlande- und Lufttransportschule aus Altenstadt, also diejenigen
die alle anderen Fallschirmspringer der Bundeswehr ausbilden, brillierten in
dieser Disziplin suverän. |