Menschen
werden nicht als Staatsbürger
geboren, sondern dazu erzogen. Wir
alle sind ein Produkt unserer Gesellschaft.
So kommt jeder mit einer unterschiedlichen „Prägung“ zur
Armee, die durch verschiedene Parameter
bestimmt wird. General Domröse
stellt hervor: „Mit Eintritt
in die Streitkräfte liegt es
an uns als Führer, Ausbilder
und Erzieher, auf den unterschiedlichen
Ebenen Werte zu vermitteln und auch
vorzuleben! In der Praxis sieht es
so aus, dass wir einen Soll/ Ist-Vergleich
vornehmen müssen, um dann den
Abholpunkt für den einzelnen
Soldaten auszumachen. Ziel und Idealvorstellung
ist der wertstabile, einsatzbereite
und kampffähige Soldat, der
in der Lage ist, dies zu leben und
auch weiterzuvermitteln.“
Grundsätzlich wurde herausgearbeitet, dass es dabei vier verschiedene Spannungsfelder
gibt: Werte – Disziplin – Führung – und, was wissen wir über
unsere Soldaten. Viele Faktoren spielen in diesen Spannungsfeldern eine Rolle
- Kameradschaft, Loyalität, Vertrauen, gestiegene Verantwortung und rechtliche
Vorgaben, um nur einige wenige zu nennen. Zum Spannungsfeld „Was wissen über
unsere Soldaten?“ wurde schnell klar: „Wir wissen zu wenig über
Sie“! Was können und müssen wir deshalb ändern? Als mögliche
Handlungsfelder wurden, Zeit, Personalauswahl, Strukturen und die Rolle als Erzieher,
die auf die „Freiheit des Handels“ Einfluss nehmen, identifiziert.
In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden durch die Tagungsteilnehmer konstruktive
Vorschläge zum Abbau einzelner Spannungsfelder erarbeitet. Deren Umsetzung
und die Fortführung der Diskussion gilt nun das Bestreben. Die Division
Spezielle Operationen wird die eingeleitete Diskussion fortsetzen und erste Vorschläge
prüfen und umsetzen. Ein weiterer Schritt im Rahmen der Transformation! |