truppen.info: Truppe : Heer - Die Landstreitkäfte
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 Heer - Die Landstreitkäfte
Mit rund 95.000 Soldatinnen und Soldaten sind die Landstreitkräfte der Bundeswehr, das Deutsche Heer, die personell größte Teilstreitkraft der Bundeswehr. Neben den Aufgaben in den Dienstorten im Inland haben die Männer und Frauen des Heeres den Löwenanteil der Auslandseinsätze, insbesondere auf dem Balkan und in Afghanistan, zu bewältigen.
Das Aufgabenspektrum hat sich vor allem in den 1990er Jahren stark verändert: Es ist vielfältiger geworden. Die Änderung in diesem Spektrum hat sich besonders gravierend ausgewirkt. Innerhalb kürzester Zeit musste der Wandel von der klassischen Landesverteidigung hin zu einer Armee mit Aufträgen in friedensschaffenden oder friedenserhaltenden Maßnahmen vollzogen werden.
Kampfpanzer "Leopard 2".
Ein Wandel, der sich nicht nur in der personellen Situation, sondern vor allem auch in der Ausstattung zeigt. Gerade in den frühen Einsätzen im ehemaligen Jugoslawien, in Bosnien-Herzegowina und im Kosovo zeigte sich, dass schwere Kettenfahrzeuge der Erfüllung des Auftrags wenig dienlich sind. Gefragt sind vor allem schnelle, weniger martialische Fahrzeuge, die für die Soldaten größtmöglichen Schutz bieten.
Transportpanzer "Fuchs".
Zugleich werden von der Bundeswehr im Rahmen der NATO- und EU-Missionen vermehrt hochtechnisierte Kräfte verlangt. Die Bereitstellung dieser Kräfte hat einen Großteil der traditionsreichen, infanteristischen Verbänden aus der Struktur verschwinden lassen. Insbesondere die Jäger- und Fallschirmjägertruppe wurden auf ein Minimum reduziert.
Auslandseinsätze prägen längst den Alltag der verbliebenen Divisionen und die mehrmonatigen Abwesenheiten sind für Heeresangehörige meist regelmäßige Routine geworden. Dennoch bleiben viele klassische Aufgaben erhalten: Die Pflege von Paten- und Partnerschaften sowie die Kooperation mit Armeen anderer Nationen gehören ebenso zu den Aufgaben, wie Hilfsaktionen oder eben die Einsätze.
Das Heer passt dazu seine Strukturen insbesondere an die in der Bedeutung gewachsenen Aufgaben der Konfliktverhütung und Krisenbewältigung an. Das "Heer der Zukunft" soll mobiler und flexibler werden.
Das Heer ist in den vergangenen Jahren aber auch vor allem eines geworden: Kleiner.
An der Spitze der Führungsstrukturen steht der Inspekteur des Heeres mit seinem Führungsstab (FüH), der zum Verteidigungsministerium gehört.
Die Führung der Truppen steuert das Heeresführungskommando in Koblenz. Das Heeresamt in Köln steuert vorrangig administrative Belange, zum Beispiel gehören die Truppenschulen des Heeres, die Kampftruppenschule in Munster oder die Infanterieschule in Hammelburg, um nur zwei zu nennen, zum Bereich des Amtes.
Die Führung der Soldaten in den Auslandseinsätzen erfolgt aber übergreifend für alle fünf Organisationsbereiche durch das in Schwielowsee bei Potsdam stationierte Einsatzführungskommando der Bundeswehr, das zur Streitkräftebasis gehört.
Allgemeine Grundausbildung.
Derzeit werden in erster Linie die klassisch aufgestellten Divisionen in Hannover (1. Panzerdivision), Sigmaringen auf der Schwäbischen Alb (10. Panzerdivision) und Leipzig (13. Panzergrenadierdivision) geführt. Die beiden Divisionen in Düsseldorf (7. Panzerdivision) und Neubrandenburg (14. Panzerdivision) sind im Zuge der Umsetzung der aktuellen Struktur aufgelöst worden. Die Divisionen führen jeweils Kampftruppenbrigaden, also Panzerbrigaden und Panzergrenadierbrigaden sowie, im Falle der 10. Panzerdivision, die Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall. Die 1. Panzerdivision erfüllt die Aufgaben einer besonderen Eingreifdivision. Sie führt Truppenteile, die im Bedarfsfall umgehend in Einsatzregionen entsandt werden können. Dafür verfügt diese Division über eine umfangreichere Struktur.
Minenräumpanzer "Keiler".
Die verbleibenden Divisionen verfügen dann über insgesamt fünf Brigaden mit fünf Infanteriebataillonen, acht mechanisierten Infanteriebataillonen (Panzergrenadiere) und drei Panzerbataillonen.
Neben den genannten Eingreif- und Stabilisierungskräften verfügt das Heer über so kategorisierte „Unterstützungskräfte“.
Das dafür aufgestellte Heerestruppenkommando in Koblenz sollte Fachkräfte wie Pioniere, Flugabwehr des Heeres, ABC Abwehrkräfte und so weiter aufnehmen. Inzwischen ist auch diese Division geschrumpft und wurde als Heerestruppenbrigade der so genannten Division Luftbewegliche Operationen (DLO) unterstellt. Der neue Dienstsitz ist das nordbadische Bruchsal.
Neben der DLO mit Sitz in Veitshöchheim gehört die Division Spezielle Operationen in Regensburg als weitere spezialisierte Division zum Heer.
Kampfpanzer "Leopard 2".
(uz, Fotos: Zeitter, Stand: 16. April 2009)
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