Jeden
Tag verlangten das anspruchsvolle
Gelände und Straßenmärsche
den Frauen und Männern,
Tieren und Material einiges ab.
Insgesamt wurden täglich
um die 30 Kilometer zurückgelegt – auch
vom diesjährigen Ehrengast,
der bayerischen Justizministerin
Dr. Beate Merk.
Dabei wurde auch immer wieder die Verbindung zum Motto der Wallfahrt „Einer
trage des anderen Last …“ hergestellt. Besonders die Soldaten konnten
diesem Motto viel für ihren Beruf entnehmen, da gerade sie immer bereit
sein müssen, von Kameraden entsprechende Lasten zu übernehmen. Aber
auch die Tragtiere des Einsatz- und Ausbildungszentrum sind ein ideales Bild
für dieses Motto.
Und hat die „Muli-Wallfahrt“ auch einen militärischen Nutzen:
Die jungen Soldaten, die teilweise gerade einmal vier Monate bei der Bundeswehr
sind und sich noch in der Ausbildung zum Tragtierführer befinden, hatten
einiges zu tun. So wurde der Marsch mit Reit- und Tragtieren über eine längere
Distanz geübt sowie das Beziehen und Betreiben von „Biwakräumen“.
Aber auch die Versorgung der Vierbeiner in der Feldstallung und der Umgang in
ungewohntem Gelände wurde geschult.
Den Abschluss der Wallfahrt bildete der feierliche Einzug der Marschteilnehmer
in Altötting. Das Luftwaffenmusikkorps I aus Neubiberg untermalte den feierlichen
Anlass mit entsprechender Marschmusik. Dabei zeigte sich Altötting einmal
mehr von seiner schönsten Seite. Der Marienwallfahrtsort, zu dem schon seit über
500 Jahren gepilgert wird und den man auch mit der Zucht von Pferden in Verbindung
bringt, ist mit seinem barocken Ambiente und seiner langen Geschichte ein idealer
Zielort. Beim feierlichen Einzug auf dem Kapellplatz in Altötting wurden
die Wallfahrer von vielen Zuschauer begrüßt. Dort nahmen die Teilnehmer
an der Segnung der Tiere durch Militärbischof Dr. Walter Mixa auf dem Platz
vor der St. Josefs-Stiftskirche teil. Beim anschließenden Pontifikalgottesdienst
unter freiem Himmel in der Nähe des Franziskushauses wurden schließlich
Rosenkränze gesegnet und an die Gottesdienstteilnehmer verteilt.
Die nächste „Muli-Wallfahrt“ wird vermutlich erst 2008 stattfinden,
da sich die Gebirgsjägerbrigade 23 im kommenden Jahr weitgehend im Auslandseinsatz
befinden wird. |