Spätestens
bis Mitte des nächsten Jahrzehnts soll, wenn die Haushaltsmittel
es erlauben, der Spähpanzer „Luchs“ ganz aus der
Bundeswehr verschwinden. In den Panzeraufklärungsbataillonen
5 (Sontra), 6 (Eutin), 13 (Gotha) sowie beim Gebirgsaufklärungsbataillon
8 (Freyung) wird jeweils die Hälfte der Kompanien mit dem „Fennek“ ausgestattet,
die restlichen greifen bis zum Ende der Nutzungszeit weiterhin auf
den inzwischen 30 Jahre alten „Luchs“ zurück. Das
Panzeraufklärungslehrbataillon 3 in Lüneburg, das durch
die Zuordnung zur 1. Panzerdivision in Hannover den Eingreifkräften
zugeordnet ist, rüstet alle Kompanien mit dem „Fennek“ aus.
Diese Umrüstung ist im Prinzip für eine Kompanie bereits
abgeschlossen. „Ein Großteil unseres Personals bereitet
sich gerade auf Auslandseinsätze vor oder ist bereits vor Ort,
so konnten wir das Material an die 2. Kompanie übergeben“,
erzählt Major Thomas Wojtysiak, der stellvertretende Bataillonskommandeur,
der die verbleibenden Einheiten des Verbandes während der Einsatzphase
führt. Und die 2. Kompanie ist stolz auf die Möglichkeiten,
die ihr nun zur Verfügung stehen. eindrucks- aber auch geradezu
liebevoll präsentierten die Männer Ausstattung und Möglichkeiten
kürzlich vor interessierten Journalisten.
Der „Fennek“ ist aber viel mehr, als einfach nur ein neues Fahrzeug.
Während die Aufklärungsleistung bisher ausschließlich vom Personal
erbracht werden mußte, bietet der „Fennek“ eine Vielzahl von
technischen Hilfsmitteln zur Ergänzung der menschlichen Leistung. „Die
Interpretation liegt natürlich nach wie vor beim Personal“, erklärt
Major Wojtysiak. Herzstück des Spähwagens ist eine Beobachtungsplattform,
die aus dem inneren des Fahrzeuges bedient werden kann. Sie kann stufenlos auf
eine Beobachtungshöhe von rund drei Metern ausgefahren werden und verfügt über
Laserentfernungsmesser, Wärmebild- und Tageslichtkamera. Die Kamerabilder
können zudem eingefroren werden, um einen Verdacht bestätigen zu können.
Allerdings steht den Soldaten lediglich ein schwarz-weißes Display zur
Verfügung. Vor allem in Gegenlichtsituationen ist so die neue Hilfe ein
wenig zu relativieren,
gestehen
die
Soldaten. |