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 Kampf mit den Elementen Wasser – Erde – Luft
 Internationaler Fallschirmjägerwettbewerb in Regensburg

Die Soldaten verlassen den Hubschrauber beim Formationsspringen möglichst gleichzeitig, um schnell den „Speedstar“ bilden zu können.
Regenburg (eb) [25.07.06]. Insgesamt 14 Mannschaften kämpften um die begehrten Pokale, die beim Fallschirmjägerwettbewerb der Division Spezielle Operationen (DSO) in Regensburg bereits zum elften Mal waren ausgelobt. Bei diesem Vielseitigkeitswettkampf müssen die Mannschaften, bestehend aus fünf Team-mitgliedern, ihr Können beim Schwimmen, Laufen, Schießen und Fallschirmspringen beweisen.
Viele Nationen mussten dieses Jahr ihre Teilnahme wegen der Vielzahl von Auslandseinsätzen absagen. Um so erfreulicher war es, dass Polen mit einer Mannschaft vertreten war.
Der Wettkampf war jedoch auch dieses Jahre spannend und hochkarätig besetzt. Nicht nur Freifaller der DSO waren am Start, sondern auch „springende“ Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall, Springer der Luftlande- und Transportschule aus Altenstadt und natürlich die polnischen Soldaten der 6ten Airborne Brigade aus Krakau.

Die punktgenaue Landung ist eine Ziel dieses Mehrkampfwettbewerbes.
Mit dem Staffelschwimmwettbewerb begann der Wettkampf. Dabei musste jedes Mannschaftsmitglied 100 Meter in Uniform schwimmen. Der anschließende sieben Kilometer lange Geländelauf in Uniform, mit Waffe, forderte bei hohen Temperaturen die Soldaten bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.
Direkt an den Lauf schloss sich das Schießen an. Zehn Schuss mit dem Gewehr G 36 auf eine Zehner-Ringscheibe mussten abgeben werden. Ausgepowert vom Geländelauf hatten die Soldaten dabei nur 60 Sekunden für die Schießübung auf eine Entfernung von 150 Metern Zeit. Hauptmann Dirk Wagner von Team I der DSO erklärt: „Die Mannschaften gehen mit unterschiedlichen Techniken an das Schießen heran. Die einen laufen bis zum Schießstand mit hohem Tempo und versuchen dann, trotz des hohen Pulses, sehr schnell die Schüsse zu setzen. Andere wiederum versuchen, den Puls möglichst weit nach unten zu bringen, um dann sicherer schießen zu können.“
Dienstag und Mittwoch standen ganz im Zeichen des Fallschirmspringens auf dem Standortübungsplatz Oberhinkofen. Die Sprungwettbewerbe unterteilten sich in das Formations- und in das Zielspringen mit dem Freifallschirm. Begonnen wurde mit dem Formationsspringen. Nachdem die Wettkampfteilnehmer aus einem mittleren Transporthubschrauber CH 53 aus einer Höhe von 2200 Metern über Boden gesprungen waren, blieben ihnen maximal 20 Sekunden, um die geforderte Hauptformation, den „Speedstar“ zu zeigen. Dabei müssen sich alle fünf Springer zu einer Sternformation finden.
Die zweite Sprungdisziplin, das Zielspringen, erforderte andere Fähigkeiten. Hierbei musste jeder Soldat bei vier Sprüngen so genau wie möglich mittig in einem 20 Meter großen Kreis landen. Hier zeichneten sich die Gäste aus Polen in hervorragender Weise aus und erreichten die höchste Punktzahl.
Nach drei Tagen spannenden Wettkampfes standen die Sieger fest. Die Siegerehrung nahm Generalmajor Hans-Lothar Domröse, Kommandeur der DSO, persönlich vor. Er dankte zunächst dem Luftsportverein Regensburg e.V., der die Veranstaltung in hervorragender Weise unterstützt hatte.
Domröse sprach den Wettkämpfern ein großes Lob aus. „Die in den vergangenen vier Tagen gezeigten Leistungen und erkämpften Ergebnisse aller Mannschaften verdienen höchsten Respekt und große Anerkennung.“
Gewonnen hat schließlich die Mannschaft der Luftlande- und Lufttransportschule aus Altenstadt. Zweiter wurden die Gäste der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall und den dritten Platz erkämpfte sich eine Mannschaft der Luftlandebrigade 26, Saarland. Die polnische Mannschaft kam auf den ausgezeichneten, aber wie bei allen Sportarten undankbaren vierten Platz.

Völlig ausgepumpt verlassen die Wettkämpfer nach dem Laufen und dem anschließenden Schießen die Schießbahn.
Text/Fotos: PIZ DSO, Hauptfeldwebel Andreas Seger
 
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