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 Bundeswehr und Regensburg feiern 50 Jahre Stationierung
 Vielseitiges Festprogramm in der Garnisonsstadt
Regensburg (eb) [05.07.06]. Seit einem halben Jahrhundert ist die Bundeswehr nun in Regensburg stationiert. In Hochzeiten waren das über 5000 Soldaten, die in fünf Kasernen und mehreren Liegenschaften ihren Dienst ableisteten. Doch das Ende der Stationierung von Großverbänden in Regensburg ist abzusehen, denn die Verlegung der Division Spezielle Operationen nach Stadtallendorf ist bereits beschlossen. Grund genug, um noch einmal feste zu feiern!
Ein wahrlich rundes Jubiläum: 50 Jahre Bundeswehr in Regensburg – Dienst für Frieden und Freiheit. Dieses besondere Jubiläum feierte die Division Spezielle Operationen (DSO) mit ihrem Stab in Regensburg mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen: Dem traditionellen Gästebiwak und einem Tag der offenen Tür in der Nibelungenkaserne sowie einer Ausstellung zur Geschichte der Bundeswehr im Herzen der Stadt. Zum Abschluss gab das Heeresmusikkorps 4 ein öffentliches Konzert vor der Steinernen Brücke in Regensburg.
Besucher des Tages der offenen Tür bestaunen den Kampfpanzer Leopard II.
Im Rahmen des mit 1200 Gästen gewohnt gut besuchten Gästebiwaks erfolgte feierlich die Unterstellung der Fernspählehrkompanie 200 in den Verantwortungsbereich der DSO. Einen weiteren Höhepunkt stellte die Beförderung von knapp 50 Oberfähnrichen dar. In seiner Rede an die frischgebackenen Offiziere unterstrich der Kommandeur der Division Spezielle Operationen, Generalmajor Domröse, die hohe Bedeutung der Beförderung. Er verwies insbesondere auf die damit verbundene Verantwortung für die Untergebenen und das Gebot, ein Leben lang ein gutes Beispiel in Haltung und Pflichterfüllung zu geben. Zusammen mit dem Oberbürgermeister, Hans Schaidinger, gratulierte der General jedem Offizier persönlich zur Beförderung.
Das Biwak stand unter einem guten Stern: Die Veranstalter zeigten trotz der ungeplanten zeitlichen Überschneidung mit dem WM Fußball-Länderspiel Deutschland-Argentinien Größe und integrierten die Übertragung des Spiels kurzerhand in den Ablauf des Festprogramms. Eine Großleinwand sowie mehrere Fernsehgeräte standen hierfür zur Verfügung. Soldaten und Besucher feierten gemeinsam bis in den späten Abend den Sieg und damit der Einzug der deutschen Elf ins Halbfinale.
Feldjäger aus Roding bei der Darstellung einer Zugriffsoperation.
Etwa 5000 Besucher informierten sich am nächsten Tag bei herrlichem Wetter in der Nibelungenkaserne über Aufgaben und Fähigkeiten der DSO und weiterer in Regensburg und in der Oberpfalz stationierter Truppenteile. Ein Feldgottesdienst, Militärmusik, Fallschirmsprünge, schweres Gerät sowie der traditionelle Erbseneintopf durften bei einem Tag der offenen Tür natürlich nicht fehlen. Unterstützt wurde die DSO dabei u.a. vom Logistikbataillon 472 und der Panzerbrigade 12.
Mit besonders beeindruckenden und gut inszenierten Demonstrationen von Zugriffsoperationen zeigten die Feldjäger aus Roding und die Fallschirmjäger des Fallschirmjägerbataillons 261 aus Lebach ihre hohe Leistungsfähigkeit.
Für gute Unterhaltung mit eingängiger Rock-Musik sorgten außerdem die Bands „Crosstalk“ und „Grenzenlos“ . Als Attraktion für ihre Fans stellte V:NESS ihre aktuellen Songs vor. Die bekannte Sängerin spielte moderne Rocksounds und charmante Hits – irgendwo zwischen Punkpop und Poprock.
Mit der Wanderausstellung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes "50 Jahre Bundeswehr- Entschieden für Frieden" gelang es, die 50 jährige Geschichte der Streitkräfte in der Bundesrepublik eindrücklich und informativ darzustellen. Auf etwa 60 Tafeln beleuchtete die Ausstellung die Geschichte der Bundeswehr mit Hilfe von historischen Film-, Foto- und Textdokumenten im Salzstadel an der Steinernen Brücke.
Einen stimmungsvollen Ausklang fanden die Feierlichkeiten mit einer Serenade des Heeresmusikkorps 4 vor der malerischen Kulisse der Regensburger Altstadt. Das Ensemble spielte auf einer schwimmenden Bühne. Soldaten der Pionierschule aus Ingolstadt hatten diese nahe der Steinernen Brücke in die Donau eingeschwommen.

Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 261 beim „fast roping“ mit Hund.
Mehr als 500 begeisterte Zuhörer genossen das umfangreiche Repertoire. Es reichte vom Marsch über klassische Stücke bis zum Swing.Die einsetzende Dunkelheit und die beleuchtete Kulisse setzten dazu die Szene in ein feierliches Ambiente.
Die Zeit großer Truppenkontingente der Bundeswehr in Regensburg neigt sich jedoch ihrem Ende. Durch die aktuelle Stationierungsplanung wird der Stab der DSO gemäß der Stationierungsentscheidungen vom 01.11.2004 bis 2010 nach Stadtallendorf verlegen. Nahezu alle derzeit in Regensburg stationierten Einheiten werden die Garnisonstadt verlassen. Ein kleiner Trost ist, dass mit der militärischen Tradition, die bis auf ein römisches Kastell und das Legionslager Castra Regina (179 n. Chr.) zurückgeht, nicht ganz gebrochen wird. Etwa 150 Dienstposten verbleiben noch in der Stadt zwischen Donau und Regen.
Stimmungsvolles Ambiente bei der Serenade des Heeresmusikkorps 4 vor der Steinernen Brücke in Regensburg.
Text/Fotos: Dr. Steffen Klewitz, PIZ DSO
 
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