Das JFST auf Basis des hochmobilen
Allradfahrzeugs Fennek koordiniert das indirekte Feuer des
Heeres sowie die Wirkmittel der Marine und Luftwaffe und
bringt sie zur Wirkung. Hierfür operieren zwei Fahrzeugvarianten
zusammen: die „Boden-Boden“-Version
als Beobachter und die „Luft-Boden“-Version als Forward
Air Controller. Das JFST befähigt die Bundeswehr zu einem wesentlich
verbesserten Aufklären, Erkennen, Identifizieren und Vermessen
von feindlichen Zielen. Darüber hinaus zeichnen sich die Fahrzeuge
durch ihre zusätzlichen Kommunikationsanbindungen zu Heer, Luftwaffe
und Marine aus. „Dieses hochkomplexe System stellt der Bundeswehr
neue, dringend benötigte Fähigkeiten zur Verfügung“,
so KMW-Geschäftsführer Weber. „Angreifer können über
Entfernungen von bis zu fünf Kilometern bei Tag und Nacht aufgeklärt,
identifiziert und für die Bekämpfung durch die Teilstreitkräfte
Heer, Luftwaffe und Marine geographisch vermessen werden.“ Integriert
ist ein Laserpointer und -beleuchter, der künftig in einer erweiterten
Funktion auch lasergesteuerte Munition führen kann. Beauftragt
sind bisher insgesamt 20 Fahrzeuge, die bis 2011 geliefert
werden. Der Gesamtbedarf beträgt 40 Fahrzeuge. Die Fennek-Variante
als Artillerie-Beobachter ist schon seit 2004 bei der ISAF-Schutztruppe
im Einsatz. Das neue System „im Doppelpack“ verfügt über
eine außerordentlich leistungsstarke Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung.
Die Fahrzeuge bieten Schutz vor Minen und ballistischer Bedrohung
sowie gegen ABC-Kontamination. Bei einer Reichweite von 850
Kilometern kann die dreiköpfige Besatzung über mehrere Tage
autark operieren. Da er zudem luftverladbar ist, kann der
Fennek schnell und problemlos auch in weit entfernte Einsatzgebiete
verlegt
werden. |