truppen.info | Technik | Aus der Industrie: Krauss-Maffei Wegmann
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 Erste Waffenstationen geliefert
 Neue Möglichkeiten zur Sicherung in den Einsatzgebieten
München (eb) [17.11.08]. Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat die erste Teillieferung von sieben leichten Waffenstationen FLW 100 (FLW = Fernbedienbare Waffenstation) an das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) übergeben. Insgesamt sieht der im Juli dieses Jahres geschlossene Vertrag die Herstellung und Lieferung von 230 leichten (FLW 100) und 190 schweren Waffenstationen (FLW 200) vor.
Knapp vier Monate nach Vertragsunterzeichnung wurden jetzt die ersten Waffenstationen, die auf jeden Fahrzeugtyp montiert werden können, der Bundeswehr zur Verfügung gestellt. Dies war nur möglich, weil alle beteiligten Unternehmen unter Führung von KMW bereits nach der Auswahlentscheidung Ende 2007 auf eigenes Risiko in Vorleistung gegangen waren, um die geplanten Liefertermine einzuhalten. Mit der fristgerechten Auslieferung der ersten sieben Waffenstationen kann KMW einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in ihren Auslandseinsätzen leisten.
Um dem dabei erhöhten Schutzbedarf Rechnung zu tragen, rüstet die Bundeswehr im Zuge des GFF-Beschaffungsprogramms alle neuen Geschützten Führungs und Funktionsfahrzeuge (GFF) zum Selbstschutz mit leichten und schweren Waffenstationen vom Typ FLW 100 und 200 aus. KMW konnte dabei die Bundeswehr bei einer Vergleichserprobung von den beiden modularen Waffenstationen überzeugen und sich gegen internationale Wettbewerbsprodukte durchsetzen.
Die Fernbedienbare Waffenstation FLW 100 sorgt für neue Möglichkeiten.
Foto: KMW
Sowohl die FLW 100 als auch die FLW 200 können von der Fahrzeugbesatzung aus dem geschützten Innenraum über einen Bildschirm mit integrierten Tag- und Nachtsichtgeräten ferngesteuert bedient werden. Ein weiteres technisches Systemmerkmal ist die so genannte kreiselgesteuerte Stabilisierung, die selbst bei schneller Fahrt in schwerem Gelände ein sehr genaues und kontrolliertes Wirken der Waffe ermöglicht. Die Stationen ermöglichen außerdem
einen schnellen Bewaffnungswechsel. Der jeweilige Rüstsatz – vom Maschinengewehr bis zum Granatmaschinenwerfer - wird automatisch erkannt, und die Station passt ihre Balistik entsprechend an.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Systeme auf Grund ihres modularen Aufbaus ohne Dachdurchbruch auf das Fahrzeug montiert werden können. Das heißt, dass sich keine beweglichen Bauteile im Fahrzeuginnenraum befinden und das Schutzniveau der Fahrzeuge
durch die Integration nicht gemindert wird. Das integrierte Sicherheitssystem der Waffenstationen berücksichtigt außerdem die Fahrzeugkontur, die fahrzeugspezifische Anordnung der Luken, Türen und Sektoren. Die Waffenstation kann also nicht versehentlich auf das eigene Fahrzeug feuern.
Text/Foto: Krauss-Maffei Wegmann
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