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der Auslandseinsätze fielen dem Wehrbeauftragten beispielsweise
auch die Betreuung von Soldaten, die durch Einsätze am Posttraumatischen
Belastungssyndrom (PTBS) leiden, ins Auge. Er berichtet von einem Soldaten,
der zur Behandlung mit insgesamt acht verschiedenen Medizinern zu tun
hatte.
Mit Blick nach Afghanistan stellt der Wehrbeauftragte eine deutliche Einschränkung
fest, nämlich, „ob das rechtlich Zulässige auch politisch gewollt
ist!“ Eine Unklarheit, die auf dem Rücken von Soldaten ausgetragen
wird.
Zudem bemängelt Robbe, dass die Versorgung mit Ersatzteilen in den Einsatzgebieten
oft erhebliche Zeiträume beanspruche. Mit Blick auf das Feldlager in Prizren
(Kosovo) fordert der Wehrbeauftragte, dass die Unterbringungssituation verbessert
wird. Die dort errichteten Bauten hätten ihre maximale Nutzungsdauer erreicht.
Die Bundeswehr, so Robbe, werde ihrem Anspruch, eine moderne Armee zu sein, in
diesem Bereich nicht gerecht: „Sie reagiert weder zügig noch flexibel“,
schreibt er.
Aber auch der Inlandsdienst leidet unter den Einsätzen. Beispielsweise beklagt
Robbe, dass er auffallend viele Klagen aus Ausbildungskompanien erhalten habe.
Ein Umstand, der durch eine Verkürzung der Wehrpflicht wohl keine Linderung
erfahren wird. Mehr Wehrpflichtige müssen künftig die Einrichtungen
durchlaufen. Nur wenige Soldaten, so stellt Robbe fest, würden die Verkürzung
der Wehrdienstzeit befürworten. Auch bei Reservisten, die ja ebenfalls zur
Gruppe der Wehrpflichtigen gehören, gibt es, so Robbe, Sorgen. Viele Reservisten,
insbesondere Mediziner, fühlen sich durch die Regelungen des Unterhaltsicherungsgesetzes
benachteiligt, die gerade Selbstständigen den Fortbestand des eigenen Unternehmens
sichern sollen.
Die Auswirkungen der Belastungen seien in vielen Fällen auch aus Eingaben
zu mangelnder persönlicher Betreuung durch Vorgesetzte zu spüren.
Zu einer großen Zahl an Eingaben hätten auch die Regelungen von Zulagen
für Fachärzte und einige Piloten geführt, führt der Wehrbeauftragte
aus. Ebenso bemängelt Robbe, dass bei der Auswahl von Personal eher auf
bundeswehrunerfahrenes Personal von außen zurückgegriffen werde, als
interessierten Bewerbern aus den eigenen Reihen einen Laufbahnwechsel zu ermöglichen.
In diesem Zusammenhang stellte Robbe fest, dass die Bundeswehr noch immer, im
Vergleich zum zivilen Arbeitsmarkt, Defizite auszugleichen habe. Insbesondere
gilt das wenn es um Beförderungschancen, die Vereinbarkeit von Familie und
Dienst oder auch die Infrastruktur gehe.
Abermals attestiert Reinhold Robbe der Bundeswehr aber unter dem Strich: „Unsere
Soldatinnen und Soldaten leisten einen unglaublich guten Job!“ |