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Berlin (lb) [14.04.05]. Der
SPD-Politiker Reinhold Robbe ist neuer Wehrbeauftragter
des
Bundestages. Der 50jährige erhielt bei geheimer Wahl 307 Stimmen
im Parlament und damit sechs Stimmen mehr als die erforderliche
Kanzlermehrheit von 301 Stimmen. 276 Abgeordnete votierten für den
Gegenkandidaten Günther Nolting von der FDP, 15 Parlamentarier
enthielten sich. Die rot-grüne Koalition hat 304 Sitze.
Lebenslauf
Geboren am 9. Oktober 1954 in Bunde
(Ostfriesland); evangelisch-reformiert. 1960 bis 1970 Hauptschule,
1970 bis 1973 Berufsbildende Schule. 1973 Kaufmannsgehilfenprüfung
bei der IHK Hannover. 1975 bis 1976 Zivildienst.
1974 bis 1975 Verlagskaufmann, Zeitung “Rheiderland”, 1976 bis
1986 Betriebsratsvorsitzender der Lebenshilfe Leer, 1986 bis 1994
Pressesprecher und Geschäftsführer beim SPD-Bezirk Weser/Ems.
Mitglied der IG Medien, der Arbeiterwohlfahrt, des Reichsbundes,
der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Gesellschaft für
christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Partij van de Arbeid, von
amnesty international, der Lebenshilfe für geistig Behinderte e.
V., der Spastikerhilfe Leer e. V., der Kindernothilfe, des Vereins
für Körperbehinderte e. V. und des Allgemeinen Deutschen
Fahrrad-Clubs.
1970 Eintritt in die SPD, seit 1972 Mitglied im
Ortsvereinsvorstand, 1979 bis 1987 stellvertretender
Unterbezirksvorsitzender, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bunde,
Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Leer, Schatzmeister des
SPD-Bezirks Weser/Ems, seit 1986 Beauftragter für Kirchenfragen
und Deutsch/Niederländische Zusammenarbeit beim SPD-Bezirk
Weser/Ems. 1976 bis 1991 Mitglied des Gemeinde- und
Samtgemeinderates Bunde, 1980 bis 1991 Fraktionsvorsitzender.
Mitglied des Bundestages seit 1994.
Auftrag
Der Wehrbeauftragte wird als Hilfsorgan des
Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle über
die Streitkräfte berufen. Vor allem hat er den Auftrag, möglichen
Grundrechtsverletzungen bei den Soldaten oder Verletzungen der
Grundsätze der Inneren Führung nachzugehen und dem Parlament über
den inneren Zustand der Bundeswehr zu berichten.
Jeder Soldat der Bundeswehr hat das Recht,
sich einzeln ohne Einhaltung des Dienstweges unmittelbar an den
Wehrbeauftragten zu wenden.
Der Wehrbeauftragte des Deutschen
Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030/726 160 - 0
Telefax: 030/726 160 - 283
IVBB-Telefon: 01888/7000 - 0
IVBB-Telefax: 01888/7000 - 283
E-Mail:
wehrbeauftragter@bundestag.de
(Lars Bessel) |