truppen.info: Politik : Artikel : ISAF-Kontingent soll wachsen und Drogenanbau bekämpfen
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 ISAF-Kontingent soll wachsen und Drogenanbau bekämpfen
 Verteidigungsminister Struck sichert Afghanistan weitere Unterstützung zu
Berlin [28.04.05]. Nach dem Willen der Bundesregierung soll das deutsche ISAF-Kontingent ab Herbst dieses Jahres um weitere 250 auf dann 2500 Soldaten aufgestockt werden. Dies erklärte Verteidigungsminister Peter Struck bei einem Truppenbesuch in Kabul. Außerdem sicherte der deutsche Minister dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai eine verstärkte logistische Unterstützung durch die Bundeswehr beim Kampf gegen den Drogenanbau zu. Dabei geht auch Struck von einer „erhöhten Gefährdung“ der deutschen Soldaten aus, da diese Aktionen auf Widerstände der örtlichen „Warlords“ stoßen dürften.
Deutschland ist bereit, sich noch stärker in Afghanistan zu engagieren – das war die Hauptbotschaft, die Peter Struck zu verkünden hatte. "Nach den Parlaments- und Kommunalwahlen im Herbst könnten wir die Koordination in der Nord-Region übernehmen", erklärte der Verteidigungsminister in Kabul. In verschiedenen Gesprächen teilte er die Absicht der NATO, analog zu den vier geplanten afghanischen Militärbezirken auch vier regionale ISAF-Bereiche einzurichten. Deutschland könne dabei die Aufgaben eines sogenannten „Regional Area Coordinators“ für den Norden übernehmen. Die Italiener und Spanier sollen nach Vorstellung der NATO den Westen übernehmen und in weiteren Schritten die Briten den Süden und die USA den Osten des Landes.
Die Gestellung von zusätzlichen regionalen Wiederaufbauteams (PRT) durch Deutschland sei mit dieser Koordinierungsaufgabe allerdings nicht verbunden, so Struck. Der „Regional Area Coordinator“ habe vielmehr den Auftrag, die Arbeit der bestehenden PRTs in der Region mit der afghanischen Regierung und den Vereinten Nationen einerseits, sowie den regionalen Machthabern und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) andererseits abzustimmen und zu koordinieren.
Derzeit hat Deutschland gut 2000 ISAF-Soldaten im Einsatz und ist damit nach wie vor der größte Truppensteller in Afghanistan. Die meisten der momentan eingesetzten Männer und Frauen stammen aus Verbänden der 1. Panzerdivision mit Sitz in Hannover.
(Lars Bessel)
 
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