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 Angriffe erreichen neuen Höhepunkt
 Besatzung der „Karlsruhe“ vereitelt Angriffe
Wahlstedt (uz) [20.11.08]. Rohöl im Wert von rund 80 Millionen Euro hatte der vor wenigen Tagen von Piraten gekaperte Tanker „Sirus Star“ an Bord. Die Entführung des Tankers ist der spektakulärste und wohl auch wertvollste Coup der Seeräuber am Horn von Afrika. Allein in den letzten Tagen gab es zahlreiche weitere Angriffe.
Die Piraten machen dabei auch keinen Halt mehr vor Kriegsschiffen. Beim Versuch einen Angriff abzuwehren, wurde gestern die indische Fregatte „Ins Tabar“ selbst angegriffen. Bei der Abwehr des Angriffes haben die indischen Soldaten ein Schiff der Piraten versenkt.
Auch wenn der Einsatz der Bundesmarine gegen die Piraten noch nicht durch den Bundestag beschlossen wurde kann die Deutsche Marine erneut erfolge im Schutz der Handelsschifffahrt vermelden. Das Pressezentrum der Marine teilte mit, dass die deutsche Fregatte "Karlsruhe" in dieser Woche direkte Angriffe von Piraten auf Frachtschiffe im Rahmen der Nothilfe vereitelte. Die Vorfälle ereigneten sich etwa 650 Kilometer nordöstlich von Dschibuti im Golf von Aden und knapp 50 Kilometer südlich der jemenitischen Küste.
Fregatte Karlsruhe. Fotos: PIZ Marine
Am Montagnachmittag meldete das äthiopische Handelsschiff „Andinet“ zunächst per Funk einen Angriff durch zwei Motorboote. Die knapp 20 Kilometer entfernte „Karlsruhe“ startete umgehend ihren Bordhubschrauber „Sea Lynx“, um der „Andinet“ zur Hilfe zu eilen. Nach Eintreffen des bewaffneten Bordhubschraubers entfernten sich die verdächtigen Boote mit hoher Geschwindigkeit. Der Frachter konnte daraufhin seine Fahrt von China nach Dschibuti unbeschadet fortsetzen.
Am Mittwoch empfing die deutsche Fregatte erneut einen Hilferuf über Funk, diesmal von der „Trafalgar“. Der britische Tanker meldete ebenfalls den Angriff von acht bis neun Speedbooten. Auch hier startete der Hubschrauber der „Karlsruhe“ und flog zur Position des Tankers. Die Angreifer ließen mit Eintreffen des Hubschraubers daraufhin vom Schiff ab.
Die Fregatte „Karlsruhe“ befindet sich derzeit auf der Fahrt aus dem Persischen Golf in Richtung Ägypten. Nach dem Ausscheiden aus dem maritimen Eingreifverband der NATO (SNMG2: „Standing NATO Maritime Group 2“) wird die Fregatte in Ägypten einen längeren Hafenaufenthalt zur Nachversorgung durchführen. Die Fregatte der Klasse 122 aus dem 4. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven ist im Falle einer Mandatierung durch den Deutschen Bundestag für eine Anti-Piraterie-Mission der EU („Atalanta“) am Horn von Afrika vorgesehen.
Angriffe erreichen neuen Höhepunkt - Fregatte „Karlsruhe“ vereitelt Angriffe
Fluch des Golf von Aden
Das sagen Mitglieder des Verteidigungsausschusses zum Thema
Hintergrund: Fregatten und Mineneinheiten in internationalen Verbänden
 
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