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 Rückkehr auf die Schulbank
 Uniformierte Azubis auf dem Weg zum Abschluss
Neubrandenburg (uz) [04.05.07]. Auf dem Weg zu einem ordentlichen Berufsabschluss pauken in Neubrandenburg junge Soldatinnen und Soldaten für die Kaufmannsgehilfenprüfung und ihren Berufsabschluss als Bürokaufmann beziehungsweise Bürokauffrau. Eine von ihnen ist Unteroffizier Martina Meyer. Die 25jährige ist seit Oktober 2005 bei der Bundeswehr und absolviert derzeit die 21monatige Ausbildung. Zusammen mit 18 Kameraden paukt Martina Meyer gerade den Stoff, der zum Bestehen der Prüfung notwendig ist. Nur sechs der Azubis in dieser ZAW- (= Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung) Maßnahme sind übrigens männlich. Die Prüfung müssen die Soldatinnen und Soldaten dann bei der Winterprüfung 2007/2008 vor einer Prüfungskommission der Industrie- und Handelskammer ablegen. Im theoretischen Prüfungsanteil bekommen die Soldaten die selben Aufgaben aus der zentralen Prüfungskommission, wie ihre zivilen Kollegen, die ihre Ausbildung in Betrieben durchlaufen, zur Überprüfung der Qualifikation.

Martina Meyer kehrte im Rahmen Ihrer Laufbahnlehrgänge auf die Schulbank zurück. Ihr Ziel und das Ziel ihrer Kameraden: Der Berufsabschluss als Bürokauffrau/Bürokaufmann.
Foto: Zeitter
Die ZAW ist für Unteroffiziere eine Voraussetzung zum Abschluss der Laufbahnlehrgänge. Unterschiedlichen Verwendungen sind als Voraussetzung bestimmte Berufsbilder zugeordnet. Für alle Soldaten ohne den entsprechenden "Eingangsberuf" ist die ZAW gedacht. Martina Meyer hatte bei ihrer Verpflichtung bei der Bundeswehr keine abgeschlossene Berufsausbildung vorzuweisen. "Ich bin recht froh, über die Möglichkeit hier erst einmal einen Berufsabschluss erwerben zu können", sagt Martina Meyer. Auch wenn sie mit dem Berufsbild Bürokauffrau gut leben kann hofft auch sie, wie vermutlich die meisten der anderen in der Klasse auch, dass sie nicht in den Beruf "zurückkehren" werden. Unmittelbar nach dem Abschluss könnte das vielleicht sogar klappen, meint Martina Meyer, aber ob etwas vom Wissen nach den anstehenden Dienstjahren noch übrig bleibt, ist sie sich nicht so ganz sicher.
Vermittelt wird den Teilnehmern der Ausbildungsstoff, den auch die zivilen Azubis in der Berufsschule vermittelt bekommen. Der Unterricht findet durch zivile Ausbildungsträger statt, die die Dozenten für die Fächer Datenverarbeitung, Wirtschaftslehre oder Rechnungswesen stellen. Im Falle von Martina Meyer ist dies die Wirtschaftsakademie Neubrandenburg e.V. Nach knapp einem Jahr „gründen“ die Teilnehmer ihre eigene Übungsfirma, um auch praktische Erfahrungen sammeln zu können. Dieses Unternehmen nimmt, quasi als Praktikum, etwa ein halbes Jahr der Lehrzeit ein. Dann geht es auch schon die heiße Phase, die durch die Prüfungsvorbereitung bestimmt wird.
Neben den täglichen Unterrichtseinheiten dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich auch nicht vergessen, dass sie Soldaten sind. Im Wochendienstplan haben auch die entsprechenden Sporteinheiten einen Platz. Um die militärische Vorgesetzenstruktur zu wahren, unterstehen die Soldaten für die Zeit der Ausbildung der Flugabwehrraketengruppe, die auf dem Fliegerhorst in Neubrandenburg stationiert ist. Finanziert wird die Ausbildung übrigens aus Mitteln des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr. Verrechnet werden die finanziellen Leistungen und die Freistellung vom militärischen Dienst im Ausbildungszeitrum der ZAW am Ende der Dienstzeit mit den Ansprüchen, die sich Soldaten durch ihre Dienstzeit (je nach Verpflichtungsdauer) erworben haben.
Ob Martina Meyer von sich aus eine Ausbildung zur Bürokaufmann angestrebt hätte, ist eher fraglich. Dennoch kommt sie in der Klasse sehr gut zurecht. "Der Stoff fällt mir recht leicht, ich kann gehörtes gut aufnehmen und behalten", erzählt Unteroffizier Meyer. Einige Semester Wirtschaftspolitik, die hinter ihr liegen und ein Mathematik Leistungskurs zahlen sich hier zusätzlich aus. Mit dem entsprechenden Überblick kann sie die Kameraden in der Ausbildung noch etwas unterstützen. Für Martina Meyer eine effektive Art das erworbene Wissen zu vertiefen. Die aktuellen Ergebnisse geben ihr Recht und so kann sie die Prüfungen derzeit auch recht entspannt erwarten.
Wie in der Schule oder Berufsschule überprüfen die Dozenten natürlich auch in dieser Ausbildung den Wissensstand der Schüler mit Leistungskontrollen.
In der Klasse ist Martina Meyer übrigens mit ihren 25 Jahren die Zweitälteste, die meisten Mitschülerinnen und Mitschüler sind unmittelbar nach der Schule in die Bundeswehr eingetreten. Für Meyer, die mit 120% Leistung im Berufsleben stehen möchte, ist das vielleicht der Grund, warum sie sich manchmal nicht auf die Schulbank, sondern den Kindergarten zurückversetzt fühlt. Dass es in der Klasse manchmal nicht ganz so zielstrebig zu geht, mag auch daran liegen, dass die Soldaten die Kenntnisse des Bürokaufmanns nur zweitrangig brauchen und das Wissen in der verkürzten Ausbildungszeit viel intensiver und komprimierter vermittelt werden kann, als das bei Ausbildungen im Betrieb möglich ist.
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