Noch bis Februar 2008 dauert die
Ausbildung
in Neubrandenburg an. Zur Bürokauffrau wird Martina Meyer hier ausgebildet,
ein Berufsbild mit dem sie gut leben kann. „Ich bin recht froh, über
die Möglichkeit hier erst einmal einen Berufsabschluss erwerben zu können“,
beweist die Soldatin auch hier Weitblick.
Anschließend steht dann noch der fachliche Teil der Unteroffizierausbildung
an.
Kontinuierlich hat Martina Meyer bislang Stufe für Stufe auf der Karriereleiter
erklommen. Inzwischen wurde sie zum Unteroffizier befördert. Selbst bei
der Planung der jungen Familie hatte die Karriere Vorrang. Als sie ihren heutigen
Mann kennen lernte, habe sie ihm gleich ihre Pläne offengelegt, blickt sie
zurück. „Ich habe ihm gesagt, 'wenn Du ein Problem damit hast, dass
ich zur Bundeswehr gehen will, brauchen wir uns gar nicht näher kennen lernen'“,
berichtet die Soldatin mit einem Schmunzeln. Wie erwähnt, der Schwerpunkt
von Martina Meyer ist klar festgelegt.
An ihrer Entscheidung zweifelte Martina Meyer bisher noch nicht. „Das ist
das, was ich mir vorgestellt habe, ich möchte gerne gefordert werden und
meine Grenzen kennen lernen“, betont sie. In der Grundausbildung habe es
auch durchaus schon solche Situationen gegeben, meint sie und ergänzt: „Kalkulierbare
Aufgaben sind eben nichts für mich, ich brauche eine Aufgabe, die mich ausfüllt!“ Sie
versucht immer 120% ihrer Leistungsfähigkeit aus sich heraus zu holen und
gesteht: „So richtig zufrieden bin ich mit mir nie.“
Martina Meyer hat ihre berufliche Entscheidung mit allen Konsequenzen getroffen: „Ich
möchte schon auch erleben, was die Teilnahme an einem Auslandseinsatz bedeutet“,
erzählt die Soldatin. Zum Einen ist sie überzeugt davon, dass jeder,
der die Möglichkeit dazu hat, diese Erfahrung auch machen sollte. Zum Anderen
möchte sie auch selbst erfahren, in wieweit in den Einsatzgebieten wirklich
etwas bewegt werden kann. |