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 Den ersten Winkel erreicht
 Martina Johannsen hat den Sprung zum Feldwebel geschafft

Hohe Aufmerksamkeit fordern die Fachlehrgänge von Martina Johannsen und den anderen Lehrgangsteilnehmern.
Fotos: Zeitter
Garlstedt (uz) [05.05.09]. Garlstedt bei Bremen ist die Hochburg der Soldaten aus dem Versorgungsbereich, quasi das Mekka von uniformierten Logistikprofis. Einer davon soll Feldwebel Martina Johannsen demnächst werden. Von Januar bis März hat die Soldatin das erste von drei Modulen ihres Feldwebellehrgangs absolviert. Der Lehrgang sei eigentlich eher unspektakulär gewesen, meint der frischbeförderte Feldwebel (weibliche Dienstgradbezeichnungen gibt es bei der Bundeswehr nicht). Vor allem habe es gegolten grundlegende Passagen aus Vorschriften wörtlich auswendig zu lernen. „Entsprechend haben wir abends gar nicht so viel unternommen, sondern vor allem gelernt“, blickt sie auf die vergangenen Wochen zurück.
Gemessen an den meisten anderen Lehrgangsteilnehmern konnte Johannsen auf einige Erfahrungen und auf Dienstpraxis zurückblicken. Eine Erfahrung, die eine große Hilfe war. Vor allem ihrem Teileinheitsführer aus der Stammeinheit im Schleswig-Holsteinischen Heide war sie in den Wochen des ersten Moduls sehr dankbar.
Die Details, die Martina Johannsen bereits aus der Arbeitserfahrung kannte, wurden jetzt mit dem begleitenden Wissen untermauert. „Bislang wusste ich, von welchem Schriftstück wie viele Kopien gefertigt werden müssen und nun habe ich auch das Verständnis dafür bekommen, warum das so ist“, viele der Hintergründe und Zusammenhänge wurden jetzt durch den Lehrgang deutlicher. Die komplexen Systeme und Zusammenhänge auf den Versorgungswegen erfordern umfangreiche Kenntnisse. Auch für das Ausbildungspersonal keine leichte Aufgabe.
Voll des Lobes ist Martina Johannsen über die Arbeit ihrer Ausbilder: „Hier hat sogar politische Bildung großen Spaß gemacht“, strahlt sie. Unterrichtsthemen, die nicht prüfungsrelevant sind, kommen sonst bei Lehrgängen auch gerne einmal unter die Räder. „Wir hatten einen Inspektionschef, der immer ein offenes Ohr für uns hatte und tolle Ausbilder, die sich richtig ins Zeug gelegt haben“, blickt sie auf das erste Modul zurück. Die Ausbilder, die vom Heer kamen, stellten Martina Johannsen, die wie die meisten der Mitstreiter und Mitstreiterinnen aus dem Bereich der Luftwaffe kommt, vor einige Sorgen. Die Beispiele, die der Ausbildung zu Grunde lagen, stammten größtenteils aus dem Bereich des Heeres und aus den Einsatzregionen und die Unterrichte waren oft auf das elektrische Materialverwaltungsprogramm des Heeres ausgelegt. „Gelegentlich haben wir schon darauf hingewiesen, dass es auch ein System für Luftwaffe und Marine gibt“, schmunzelt Johannsen.
Dennoch haben die damals noch angehenden Feldwebel die notwendigen Ausbildungsinhalte in ausreichender Zeit aufgesogen, um den Lehrgang zu bestehen. Und in diesem Fall hatten auch die beiden Ausbilder des Hörsaals bestanden. Der, auch für Außenstehende erkennbar angenehme Ton, der im Hörsaal herrschte, sorgte am Ende dafür, dass die Ausbilder von den Lehrgangssprechern beim Abschlussappell des ersten Modules kurzerhand zu „Luftwaffensoldaten ehrenhalber“ gekürt wurden.

Der erste Winkel ist da!
Für Martina Johannsen war das Lehrgangsende mit etwas Wehmut behaftet: So ganz passte für die Soldatin die Abschlussnote nicht zu der selbst ganz weit nach oben platzierten Messlatte. Außerdem hatte sie gehofft am Ende des Moduls, wie viele der Kameradinnen und Kameraden aus dem Hörsaal, auch zum Feldwebel befördert zu werden. Zu den notwendigen Voraussetzungen fehlten aber noch einige Tage. So blieben für Johannsen nur einige kritische Blicke zu den vorgetretenen Kameraden, die noch im März zum Feldwebel befördert wurden.
Das Ziel der Anstrengungen hat sie aber zumindest noch haarscharf vor Ostern erreicht. Unmittelbar vor den Feiertagen erhielt auch sie die ersehnten neuen Dienstgradabzeichen und erreicht, aus ihrer Sicht endlich, die Laufbahn der Unteroffiziere mit Portepee, wie die Feldwebel genannt werden.
Ausruhen ist aber, wie gesagt, nicht drin: Auch sie wird sich noch in den kommenden Monaten den Spruch zu Herzen nehmen müssen, der auch den anderen frischgebackenen Feldwebeln mit auf den Weg gegeben wurde: Auch wenn der Dienstgrad erreicht ist, ist der Abschluss der Ausbildung und der Umgang mit der neuen Verantwortung elementar wichtig.
Das heißt nicht nur für das laufende, zweite und das noch folgende Modul nochmals ordentlich zu pauken, sondern auch noch andere Voraussetzungen für die Dienstposten zu erfüllen. Für Feldwebel Johannsen stehen noch weitere Aufbau-Lehrgänge, der Erwerb einer Bundeswehr-Fahrerlaubnis der Klasse BCE und als militärisches Element, das so genannte Führungstraining auf dem Programm.
Das sind also noch einige Lehrgänge, die umfangreiches Wissen bringen, das es zu bewältigen gilt. Auch nach dem ersten Modul galt es den Kopf für neues Wissen frei zu bekommen, eine Woche Urlaub war ihr dafür herzlich willkommen.
Nach den Eigenheiten von Ausbildung und Ausbildern galt es nach dem ersten Modul übrigens vor allem, das Wort „Joint“ aus dem täglichen Sprachgebrauch zu verbannen. Dieses unterstellt nicht, dass während des Lehrganges gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen wurde, sondern „Joint“ ist der neudeutsche Ausdruck der Bundeswehr für organisationsbereich-übergreifende Auftragserfüllung. Gerade vor dem Hintergrund der Einsatzlogistik ein strapaziertes Wort, das den Soldaten in der Ausbildung eingebrannt wurde, um auch über den Luftwaffen-, Heeres- oder Marine-Tellerrand hinaus zu blicken.
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