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 Weiteres Etappenziel erreicht
 Feldwebellehrgang mit Erfolg beendet

Lehrprobe: Martina Johannsen weist die "Schießende Abteilung" in die Übung ein.
Fotos: Zeitter
Appen (uz) [25.10.08]. In Appen endete in der vergangenen Woche ein Laufbahnlehrgang für angehende Feldwebel. Zwei Monate legten die Soldatinnen und Soldaten an der Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) eine wichtige Grundlage für ihr selbstgestecktes Laufbahnziel, die ersehnte Beförderung zum Feldwebel. Unter den Lehrgangsteilnehmern war auch Stabsunteroffizier FA (=Feldwebelanwärter) Martina Johannsen. Als sie im April die bronzene Litze der Feldwebelanwärter erhielt, hörte sie noch auf den Namen Martina Meyer. Außer dem Namen hat sich aber in den letzten Monaten nichts verändert. Noch immer ist die Messlatte, die sich Martina Johannsen selbst legt, die höchste. Der Anspruch an sich selbst zeichnet die Soldatin schnell bei ihren Vorgesetzten, in diesem Fall aber auch bei ihren Lehrgangskameraden, aus. „Es kam schon auch vor, dass ich meine Kameraden mal angesprochen habe, dass sie einen korrekten Anzug herstellen“, schmunzelt Martina Johannsen.
Der Ausbildungsgang lag nach der Annahme für die Laufbahn der Feldwebel erst einmal in der Luft. „Ich bin froh darüber, dass ich recht schnell einen Lehrgangsplatz bekommen habe“, freute sich Martina Johannsen auch noch kurz vor dem Ende des Lehrgangs. Bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Viele der Feldwebelanwärter stehen in einer Warteschlange für die Lehrgänge. Auch für Martina Johannsen scheint sich nun eine längere Warteschlange aufzutun. Den avisierten Fachlehrgang für den Bereich der Materialbewirtschaftung und Nachschub, den die Soldatin als weiteren Baustein besuchen soll, kann Martina Johannsen vermutlich erst Mitte des kommenden Jahres besuchen.
Mit dem absolvierten militärischen Ausbildungsabschnitt hat sie trotzdem bereits einen entscheidenden Grundstein für ihre weitere Karriere gelegt. Zwei Monate dauerte die Ausbildung für die Seiteneinsteiger, denn alle Lehrgangsteilnehmer, mit denen Stabsunteroffizier Johannsen ausgebildet wurde, wechseln aus der Laufbahn der Fachunteroffiziere in die der Feldwebel.

Aufmerksam verfolgt Stabsunteroffizier Johannsen den Ablauf der Schießausbildung.
Mit sich zufrieden ist die Soldatin nach Abschluss der schriftlichen Prüfungen nicht ganz. Aber immerhin kam sie nicht in den Kreis derer, die sich noch in eine mündliche Prüfung begeben müssen. Martina Johannsen atmet nochmals auf. Recht entspannt kann sie inzwischen auf den Lehrgang zurückblicken. Einen Lehrgang, den sie als recht heftig empfand. „Hier wurde das gesamte Wissen aus dem Unteroffizierlehrgang als Grundlage vorausgesetzt, für viele von uns ist das aber schon viele Jahre her und dadurch ist der Stoff nicht mehr ganz so präsent“, beschreibt die Soldatin einen gewaltigen Lernaufwand. Der Hörsaal habe sich oft bei Lernspielen getroffen, um sich die Aneignung des Wissens so einfach wie möglich zu machen. Insgesamt habe man sich sowieso im Lehrgang unheimlich gut ergänzt und unterstützt, schwärmt Stabsunteroffizier Johannsen und fügt hinzu: „Wir haben uns von Anfang an super verstanden.“
Dennoch, im Gegensatz zu früheren Lehrgängen, erkannte sie beim Feldwebellehrgang auch Grenzen in der Wissensaufnahme. „Es gab im Lehrgang einen Punkt, an dem auch ich schon auch mal Paragraphen oder Gesetzesquellen durcheinander gebracht habe“, gesteht Johannsen.
Der Blick auf die Rückreise in ihre Stammeinheit nach Heide brachte für die Soldatin durchaus gemischte Gefühle. „Es ist schon schade, dass wir nun auseinander gehen müssen, aber ich freue mich auch schon wieder auf die Rückkehr“, dann kann Martina Johannsen wieder ein wenig soldatischer agieren. Die militärischen Komponenten haben für sie durchaus ein wenig gefehlt zwischen den vielen theoretischen Anteilen des Feldwebellehrgangs. „Ich hätte mir schon mehr ‚grüne‘ Ausbildung gewünscht“, gesteht die Soldatin. Von den Ausbildern aus ihrer Stammeinheit hat sie eine Menge Tipps mit auf den Weg nach Appen bekommen. Auch die Erfahrungen aus dem eigenen Alltag in der Grundausbildungseinheit der USLw in Heide waren nützlich. „Viele unserer Rekruten werden mit dem Dienstgrad in die Grundausbildung eingestellt, den ich auch trage, da muss man schnell lernen sich durchzusetzen“, beschreibt sie und ergänzt: „Das alles zusammen hat mir sehr geholfen.“ Vor allem dort, so führt sie weiter aus, wo Martina Johannsen naturgemäß richtig aufblüht.
Erkennbar war dies vor allem, als sie in einer Lehrprobe als Leitender bei der Schießausbildung eingeteilt wurde. Dass Martina Johannsen mit einer gewissen Portion Nervosität in die Übung ging, war nur kurzzeitig zu merken. Schnell fand sie sich mit ihrer Rolle zurecht und hielt die Fäden fest in den Händen. Mit einer kräftigen Stimme sorgte sie dafür, dass der Schießbetrieb nach den Vorgaben, aber auch nach ihren Vorstellungen verlief.
So gar nicht nach ihrer Vorstellung verlief der sportliche Bereich des Lehrgangs. Durch eine Verletzung sollte sich Martina Johannsen eigentlich schonen. „Das ging so für mich gar nicht, ich habe immer wieder versucht mitzumachen“, schmunzelt sie. Ihre Kameradinnen und Kameraden versuchten meist schon das quirlige Energiebündel zu bremsen. Wirklich gelungen ist dies dann erst den Vorgesetzten. „Ich war da schon ziemlich beratungsresistent“, gesteht Martina Johannsen ein. Aber, so fügt sie hinzu, so sei sie eben und vermutlich ist es genau dieser Antrieb, der die Soldatin auf der Karriereleiter nach oben bringt.

Martina Johannsen fühlt sich in militärischen Arbeitsbereichen wohl.
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