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 "Ich wüsste nichts, was ich anders machen würde"
Koblenz (uz) [25.01.06]. Ingo Brenne wurde am 11. März 1941 in Gelsenkirchen geboren. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob er auch Fußball-Fan ist. Doch der Baudirektor schüttelt den Kopf: "Damit kann ich nichts anfangen", gesteht er und ergänzt: "Ich bin etwa 300 Meter vom heutigen Parkstadion aufgewachsen - Mich haben aber immer nur die Flutlichter fasziniert." Das Interesse für die Technik wurde ihm also quasi in die Wiege gelegt.
Lebenslauf
 Baudirektor
 Dipl.-Ing. Ingo Brenne
11. März 1941
geboren in Gelsenkirchen

1959-1960
Wehrdienst (Entlassung als Fahnenjunker)

1960 - 1969
Studium der Elektrotechnik an der FH Duisburg und der Informationstechnik und Hochfrequenztechnik an der Technischen Hochschule in Aachen

1969 - 1971
Referendarsausbildung im wehrtechnischen Bereich

1971
Staatsexamen als Bauassessor
Baurat zur Anstellung im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB)

1973
stellvertretender Projektbeauftragter im sog. Systemreferat

1974
Managementlehrgang für Command- & Controllsysteme in den USA

1977
Versetzung in die Unterabteilung Führungssysteme

1981
Deutscher Sprecher im MRCA-Programm für Avionic Age

1983
Referent für Ausrüstung und Datenverarbeitung in Waffensystemen des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung.

1987
Projektbeauftragter AWACS

1989
Leitung des multinationalen Vorhabens CRC-SAM-Interface

1992
Leitung des Referats NATO-Luftverteidigung

1993
Vorsitzender des NATO Projekts "Data Fusion Demonstrator"

1996
Übernahme der Projektleitung VERIS
Entwicklungssteuerung eines Expertensystems für AWACS

1997
Versetzung zum Referat "Forschung und Technologie"

1999
Technologie Beauftragter "IT-Simulation"

2001
Referatsleiter für TSK-übergreifende Nachrichten- und Aufklärungssysteme

2003
Versetzung ins IT-Amt

September 2006
Pensionierung


Ingo Brenne ist verheiratet
und hat zwei Kinder
Sein Wehrdienst vergrößerte das Interesse noch. Bei der Luftwaffe war er als Bordelektroniker an fliegenden Waffensystemen tätig und kümmerte sich unter anderem um Radar, EloKa-, Feuerleit und Datenverarbeitungssysteme. 1960 wurde er als Fahnenjunker aus der Bundeswehr entlassen. Obwohl er grundsätzlich Interesse an einer Wehrübung hatte, hat er keinen weiteren Dienst in Uniform geleistet. "Ich war immer unabkömmlich", blickt Ingo Brenne zurück.
Nach seinem Wehrdienst studierte er Elektrotechnik an der Fachhochschule Duisburg und anschließend an der Technischen Hochschule in Aachen Informationstechnik und Hochfrequenztechnik. Ein technisches "Vollblutstudium", das ihn mit Radar, Laser und Maser beschäftigte. Außerdem waren der Starfighter und auch Plasma Antriebe in den Vorlesungen ein Thema. Eine Werbeaktion des Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) brachte ihn zunächst in den Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung. Von 1969 bis 1971 war er zur Referendarsausbildung unter anderem bei der Wehrtechnischen Dienststelle 81 in Greding. Seine Tätigkeiten befassten ihn damals mit dem Panzerabwehrflugkörper SS-11. "Die Waffe war unberechenbar und gefährlich" berichtet er. Nur zwei von drei Flugkörpern fanden den Weg in das Ziel. Brenne baute einen Prüfstand für SS-11 mit dem der Fehler gefunden und nachgewiesen werden konnte.
Nach seinem Staatsexamen, das ihm den Titel des Bauassessors brachte, wollte er eigentlich bei der Wehrtechnischen Dienststelle bleiben, doch ein Angebot des Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) zog er vor: Im Systemreferat wurde er als Baurat zur Anstellung sofort in wichtige Projekte involviert. 1973 wurde er stellvertretender Projektbeauftragter für gleich drei Projekte: Military Air Trafic Control (MATRAC), Tieffliegermeldedienst (TMD), Heeres-Flugabwehr-Aufklärungs- und Gefechtsführungssystem (HFlaAFüSys).
1974 wurde Ingo Brenne zusammen mit fünf weiteren Personen für einen Managementlehrgang für Command & Controlsysteme in den USA ausgesucht. Die Entwicklung solcher Systeme war in dieser Zeit ein aktuelles Thema. Entsprechend dieser zusätzlichen Qualifikation wurde er nach der Rückkehr in die Wehrtechnische Dienststelle für Führungssysteme versetzt. Dort kümmerte er sich um Softwareentwicklung für Heer, Luftwaffe und Marine. Die Versetzung nach Bonn bedeuteten für ihn eine tägliche Wegstrecke von 180 km. Auch wenn man ihm eine kurze "Stehzeit" zusagte, pendelte er von 1977 bis 1981 vom Wohnort in Koblenz nach Bonn. In dieser Zeit war er als stellvertretender Projektbeauftragter für das DV gestützte Führungssystem der EIFEL II der Luftwaffe verantwortlich. Damals wie heute bildete der Schwerpunkt seiner Arbeit die Sicherheitsarchitektur.
Nach seinem Drängen auf eine Rückversetzung wurde Brenne 1981 Deutscher Sprecher im MRCA-Programm für Avionic Age. Die Abwesenheit des zuständigen Beraters brachte Ingo Brenne als Vertreter in das BMVg, wo er als Referent für Ausrüstung und Datenverarbeitung in Waffensystemen des Heeres den zuständigen Bearbeiter in der Deutsch-Französischen Kooperation tätig war.
In der Folge war er ab 1987 Projektbeauftragter AWACS. "Das war eine sehr interessante internationale Tätigkeit", berichtet der Baudirektor aus dieser Zeit. Mit großer Eigenständigkeit war er als Deutscher Sprecher der Independent European Planing Group für den Technologie Bereich Multi Sensor Data Fusion verantwortlich, außerdem war er Deutscher Sprecher in der NATO Research Group "Artificial Intelligence applied to C&C Systems". Das Panel, das er damals bearbeitete, ist zur Zeit wieder sehr aktuell. "Viele Dinge haben wir vor 20 Jahren schon so gemacht, wie sie heute wieder angepackt werden", betont der Baudirektor.
Stolz ist Ingo Brenne auf die Leitung eines multinationalen Vorhabens zur Vernetzung von Luftverteidigung und Flugabwehr-Raketen-Systemen. 1989 übernahm er diese Position und realisierte den von der NATO vorgegebenen engen Zeit- und Kostenrahmen des immerhin 50 Millionen Dollar schweren Projekts, an dem auch die Abstimmung mit den anderen fünf Nationen zum Alltag gehörte.
1992 wurde Ingo Brenne Leiter des Referats NATO- Luftverteidigung, der Referatsleiter ging damals vorzeitig in den Ruhestand. Allerdings erhielt Ingo Brenne in dieser vierjährigen Tätigkeit keine förmliche Einweisung auf den Dienstposten.
Parallel dazu war er in sechs von den sieben Jahren, die das NATO-Projekt "Data Fusion Demonstrator" dauerte, ab 1993 gewählter Vorsitzender des sogenannten "Steeering-Comitees". Stolz ist er auf diese Wahl vor allem, weil er auch von Generalen gewählt wurde.
Als 1996 die Aufgaben der "Luftverteidigung" nach St. Augustin verlegt wurden, blieb Ingo Brenne in Koblenz und übernahm die Projektleitung von Open Sky und Verification (VERIS) sowie eines Vorhabens zur Flugzielidentifizierung und -klassifizierung für AWACS.
Mit der Schaffung der Abteilung IT im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung ergaben sich neue Möglichkeiten. Im Referat "Forschung und Technologie" von 1997 bis 2001 kümmerte er sich beispielsweise um den Anteil Informationsfusion für die Aufklärungszentrale des Heeres. Als Technologie Beauftragter "IT Simulation" koordinierte er auch die deutsche Teilnahme an der "Joint Warrior Interoperability Demonstration" und das Coalition Wide Area Networt. Erstmals messen sich in diesem Jahr deutsche Systeme im internationalen Vergleich: "Bisher hat man sich gescheut", sagt Brenne und ergänzt: "es ist schwierig, wenn man in solchen Disziplinen zwei Levels niedriger spielt!"
Ab 2001 war er Referatsleiter für Teilstreitkraftübergreifende Nachrichten- und Aufklärungssysteme. In dieser Funktion führte er 35 Mitarbeiter, die auch in fünf Außenstellen eingesetzt waren.
Im Jahr 2003 wurde Ingo Brenne ins IT-Amt der Bundeswehr versetzt. Hier führt er sein Engagement in der Koordinierung der Internationalen Interoperabilitäts- und Technologie Demonstration fort und steuert Forschungs- und Technologievorhaben zum Thema Informations- und Datenfusion; Informationsaustausch über Sicherheits- und Domänengrenzen und in multinationalen Gefechtsständen sowie Meldungs- und Informationsgeneratoren.
Im März 2006 hätte Baudirektor Dipl.-Ing. Brenne in die wohlverdiente Pension gehen können. Doch kurzfristig verlängerte er auf Bitten seiner Vorgesetzten die Dienstzeit bis Oktober. "Mir hat meine Dienstzeit sehr viel Spaß gemacht, es ist für mich kein Problem", begründet Ingo Brenne seinen ungewöhnlichen Schritt und fügt hinzu: "Es ist heute wohl üblicher, dass die Pensionierung vorgezogen wird, als hinausgeschoben." Was Ingo Brenne angefaßt hat, führte zum Erfolg, das hat wohl auch zur Verlängerung seines Engagements geführt. Der Erfolg in der Realisierung seiner Vorhaben und das internationale Umfeld sein er Arbeiten haben wohl auch die Enttäuschungen in der Laufbahn aufgewogen. "Außerdem", so gesteht er, "weiß ich nicht ob ich in Verwendungen mit zunehmend personalführenden Aufgaben, die wesentlich mit Dienstpostenverwaltung, Beurteilungen und vielen administrativen Aufgaben verbunden sind, glücklicher gewesen wäre." So zieht der Familienvater ein eindeutiges Resümee seiner mehr als 35jährigen beruflichen Tätigkeit: "Es gibt eigentlich nichts was ich anders machen würde!"
Die Arbeit bei internationalen Veranstaltungen zeichnete die Arbeit für für Baudirektor Dipl.-Ing. Ingo Brenne besonders aus. Die Fotos zeigen ihn jeweils bei "SPWAR" 2004 (links) bzw. 2005 (rechts) in San Diego.  
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