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 Da kam der Bus...
Neuburg a. d. Donau (uz) [30.10.07]. In der Familie von Peter Koch gibt es viele Soldaten, selbst sein Vater war 12 Jahre lang bei der Bundeswehr. Er selbst hatte aber mit dem Militär ursprünglich nichts am Hut, obwohl er in der Garnisonsstadt Neuburg an der Donau geboren wurde und aufgewachsen ist. Er habe eigentlich nie an eine längere Dienstzeit gedacht, blickt er zurück. Nach seiner Mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Eine Aufgabe, mit der er merklich unzufriedener wurde. Oft dachte Peter Koch über einen Berufswechsel nach. Dann kam eine Zigarettenpause, die alles veränderte.
Lebenslauf
 Stabsunteroffizier
Peter Koch
Am 25. Februar 1984
in Neuburg a. d. Donau geboren

2000 Schulabschluß
(Mittlere Reife)

anschl. Lehre als Bankkaufmann

2004 Diensteintritt zur allgemeinen Grundausbildung beim Luftwaffenausbildungsregiment 3
in Mengen

2004 Unteroffizierlehrgang in Mosbach und Appen

Ende 2007 Versetzung nach Holloman (USA)

„Wirklich!“ beteuert der Stabsunteroffizier auf die ungläubigen Blicke. Er stand zu einer Zigarettenpause draußen und dachte über seine berufliche Zukunft nach, als ein Bus an „seiner“ Bank vorbeifuhr, ein Bundeswehr-Bus.
Recht spontan fällt Peter Koch seine Entscheidung und wurde 2004 zum Grundwehrdienst ins Luftwaffenausbildungsregiment 3 nach Mengen auf die Schwäbische Alb einberufen. Nach der Grundausbildung war er zunächst als Rechnungsführergehilfe tätig. Eine Aufgabe, die sich von der zivilen beruflichen Tätigkeit nur wenig unterschied. Als er als Soldat auf Zeit übernommen wurde, bot sich die Möglichkeit, Personalunteroffizier zu werden. Peter Koch griff zu.
Heute ist Stabsunteroffizier Koch einer von zwei Personalunteroffizieren in der S1-Abteilung, der Personalabteilung, im Stab des Jagdgeschwaders 74 in seiner Heimatstadt Neuburg an der Donau. In seinem Aufgabenbereich beschäftigt er sich vorwiegend mit den Statusangelegenheiten, sprich mit allen Fragen, die mit Verpflichtungszeit und Verwendungen zusammenhängen. „Es gefällt mir dass ich hier in diesem Bereich recht eigenständig arbeiten kann“, berichtet Koch. Er bearbeitet den Schriftverkehr, achtet auf Vorlagetermine und bereitet die Unterlagen unterschriftsfertig auf. „Ich denke, man muss sich bewußt sein, dass es bei der Arbeit um Menschen geht“, betont Koch. Entsprechend sorgfältig achtet er auf die Einhaltung von Vorlageterminen. Besonders wichtig ist dies auch, wenn es um die termingerechte Bereitstellung von Urkunden für Beförderungen, oder die Entlassungsunterlagen geht. Hier ist Kontinuität und Sorgfalt gefordert .
Unter anderem ist der Koch auch für die Erstverpflichtung von Wehrpflichtigen zuständig. Mit der sogenannten Stellenbörse kann er beratend bei der Laufbahnplanung und vor allem bei der Stellensuche behilflich sein, so weit dies erforderlich und auch möglich ist. Die Rahmenbedingungen für eine Laufbahn werden immer enger, viele neue Erlasse sind ebenso zu beachten, wie die zahllosen Änderungen, die sie nach sich ziehen.

Peter Koch hat das Personal des Geschwaders "im Griff".
Auch wenn es eigentlich nicht in sein Aufgabenfeld gehört, erfahren die Soldaten, die in sein Büro kommen, Beratung von Peter Koch. Er versteht seine Aufgabe durchaus als Dienstleistung. „Ich entlasse die Soldaten gerne besser informiert aus meinem Büro, als sie hereingekommen sind“, erklärt er seine Philosophie.
Eine zusätzliche Aufgabe hat Koch einmal pro Quartal in seinem fünfköpfigen S1-Team zu bewältigen: Er ist verantwortlich für die Verteilung der Soldaten, die aus der allgemeinen Grundausbildung in das Geschwader versetzt werden, zuständig.
Das bedeutet auch, dass sich die Soldaten stets bei ihm melden. „Ich bin so zusagen der erste Soldat nach der Wache, den sie hier sehen – und wohl auch der letzte bei dem sie sich hier im Geschwader militärisch melden“, scherzt Peter Koch mit Blick auf den eher lockeren Umgang, der im Geschwader praktiziert wird, zumindest im Vergleich zur allgemeinen Grundausbildung.
Fest steht für Peter Koch, dass er sich nicht länger als die gegenwärtigen acht Jahre verpflichten möchte. Ab dem Jahresende winkt ihm, bis zum Ende seiner Dienstzeit noch ein besonderer Dienstort: Bis zum Ende seiner Dienstzeit wird er zum fliegerischen Ausbildungszentrum nach Holloman in die USA versetzt. Anschließend, so ist er sich sicher, wird er nach einer Bildungsmaßnahme, die durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr gefördert wird, zurück in das zivile Berufsleben kehren.

Personalakten gehören zu Kochs Alltagsgeschäft.
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