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Willkommen an Bord |
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Oberfeldwebel Doreen Hellmann vor der ViP-Ausführung des Airbus A310. |
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Wahnheide (uz) [07.03.06]. "Sie
werden waaas?" war
wohl eine der häufigsten Fragen, die Doreen Hellmann in ihrer Allgemeinen
Grundausbildung gestellt wurden. Als Lufttransportbegleiterin
bei der Flugbereitschaft BMVg (Bundesministerium der Verteidigung)
gehört
sie zu den Besatzungen der Airbus 310-Flotte der Bundeswehr.
Berufswunsch Stewardess? Oberfeldwebel Doreen Hellmann
winkt ab. Nach der Schule hat sie eine Frisörlehre absolviert und in
mehreren Salons Berufserfahrung gesammelt. Erst später, als sie beschloss,
ihr Leben irgendwie zu verändern,
kamen ihr Arbeitgeber wie Bundeswehr oder Polizei in den
Sinn. Eines sollte für den neuen Beruf aber wie beim alten sein: Der
Umgang mit Menschen ist für Doreen Hellmann wichtig und ihre Freude
am Reisen. So ergab sich bei der Einstellung die Verwendung
als Lufttransportbegleiterin. |
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Lebenslauf |
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Oberfeldwebel (w) Doreen Hellmann |
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geboren am 22. September 1976
in Eisleben
1993
Mittlere Reife
1993-1996
Ausbildung zur Frisörin
1. November 2001
Diensteintritt Allgemeine Grundausbildung bei der
6. Luftwaffenausbildungsregiment 1 in
Goslar
1. Januar 2002
Versetzung zur Flugbereitschaft BMVg als Lufttransportbegleiterin
Kurz- und Mittelstrecke Airbus im Dienstgrad Gefreiter (UA)
Lehrgänge:
Überleben Land (Luftlande- und Transportschule, Altenstadt)
Grundlehrgang (Lufthansa in Frankfurt/Main)
Flugphysiologische Ausbildung (Königsbrück)
Erste Hilfe (Fürstenfeldbruck)
Überleben See (MFG, Nordholz)
CAM Cockpit/Kabine (Lufthansa)
Emergency Training
Unteroffizierlehrgang für Feldwebelanwärter (Kaufbeuren)
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Heute
ist sie sich sicher, dass die Berufswahl optimal war.
Einen Großteil der Ausbildung hat sie bei der Lufthansa absolviert.
Da kommt zwar nicht zwingend dem Personal ziviler Airlines in Kontakt,
aber: "Man schaut schon mal rüber, was diese Gruppen so machen",
erzählt Hellmann und kommt zu dem Ergebnis, dass sich das Personal
der Flugbereitschaft keines Falls verstecken muss. Zumal das Aufgabenspektrum
ihrer "Airline" viel umfangreicher ist. Neben normalen Passagierflügen,
beispielsweise zu den Kontingentwechseln in den Einsatzgebieten, stehen
auch MedEvac-Einsätze und natürlich ViP-Flüge auf dem
Flugplan. Eine besondere Vielseitigkeit ist dabei verlangt und dadurch
auch ein hohes Maß an unterschiedlichen Qualifikationen.
Die Einsätze bei der Flugbereitschaft beginnen mit einem Briefing
durch den Kommandanten, danach werden, je nach Einsatz,
Vorbereitungen getroffen, beispielsweise das Essen kontrolliert.
Eine dringende Notwendig,
denn "man kann eben nicht mal eben an einer Tankstelle anhalten",
scherzt Oberfeldwebel Hellmann. Danach kommt die Sicherheitsbelehrung
der Passagiere, genau so, wie man sie auch von zivilen
Flügen
kommt. Die entsprechenden Abläufe kann sie längst im Schlaf.
Nach dem Start beginnt dann, je nach Art des Fluges
der Service, der bei ViP-Flügen meist etwas umfangreicher ist.
Umfangreich ist auch die Ausbildung als Ersthelfer,
nicht immer ist zufällig ein
Arzt anwesend. Dennoch betont sie: "Das meiste möchte ich
nicht anwenden müssen", gesteht die Lufttransportbegleiterin.
Bei MedEvac-Einsätzen kümmern sich Doreen Hellmann und ihre
Kameradinnen und Kameraden auch besonders um das medizinische
Personal an Bord und gehen, wo nötig zur Hand. Gerade bei langen
Einsatzzeiten nach der Tsunami-Katastrophe 2004 kann
es, so sagt sie, auch einmal
passieren, dass das Sanitätspersonal in der Hektik die eigene
Versorgung vergisst. |
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| Letzte Handgriffe im Badezimmer des "ViP-Fliegers". Doreen Hellmann
und ihre Kolleginnen und Kollegen lassen kaum Wünsche offen. |
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Der
Dienst bei der Flugbereitschaft verlangt eine große Flexibilität. "Wenn
man im Flugdienst ist, sollte man vorsichtig mit Verabredungen sein",
erzählt Doreen Hellmann, "da muss man schon mal kurzfristig
eine SMS schicken, weil sich irgendwo der Start verschiebt." Das
kommt vor allem schon mal bei den Kontingentwechseln im Kosovo oder
in Termez vor. Eine willkommene Abwechslung bieten die ViP-Einsätze.
Die dann auch im feinen Zwirn, sprich Dienstanzug geflogen werden. "Da
sehen wir mal noch was anderes", spielt sie auf die häufigen
Flüge nach Termez, Skopje, Pristina und Sarajevo an. Sie hat sehr
gute Erfahrungen mit ViP-Flügen gemacht. Natürlich gehörte
auch schon die Bundeskanzlerin zu ihren Passagieren. "Sie ist
sehr nett und hält engen Kontakt zur Crew", plaudert Oberfeldwebel
Hellmann ein bisschen aus dem Nähkästchen.
Durch die, im Vergleich, ungewöhnlichen Erfahrung und die regelmäßigen
Schulungen halten die Flugbegleiter ein hohes Niveau: "Ich bin mir sicher,
dass wir im Vergleich mit Kolleginnen von zivilen Airlines gut mithalten",
sagt sie. |

Ein Lächeln und Freundlichkeit: Markenzeichen der Flugbereitschaft des
BMVg. |
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Unterwegs
sind Doreen Hellmann und ihre Kameradinnen und Kameraden ständig
mit unterschiedlichen Crews. Je nach Dienstplan und freien Tagen, wechseln
auch die Kolleginnen und Kollegen. Vier freie Tage, die sogenannten "blauen
Kreuze", werden festgelegt und nach Möglichkeit freigehalten.
An anderen Tagen kann es auch mal zu kurzfristigen Einsätzen kommen.
Durch die unterschiedlichen Aufträge bringen es mit sich, dass
das Flugpensum von Monat zu Monat unterschiedlich ist.
Zusätzlich hat Oberfeldwebel Hellmann noch eine "Nebentätigkeit".
Sie ist für die Pflege der fliegerischen Akten zuständig. Zusammen
mit einer Kameradin kümmert sie sich auch um das "Schießkino".
Auch der Wachdienst gehört zu den regelmäßigen Aufgaben
der Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen. |
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Ebenso
wie bei den Laufbahnlehrgängen kommt also auch im Alltag der militärische
Dienst nicht zu kurz. Sie wäre auch daran interessiert, Einsatzerfahrung
zu sammeln. Der fliegerische Dienst wird dies aber wohl in naher Zukunft
nicht zulassen.
Apropos Einsätze: Die Flugziele in die Einsatzgebiete machen ihr keine Gedanken. "Eigentlich
bin ich lange sehr unbedarft an die Arbeit gegangen", blickt Doreen Hellmann
zurück, "erst bei den Tsunami-Einsätzen habe ich mir überlegt,
dass etwas passieren könnte."
Zur Zeit ist Doreen Hellmann noch Soldat auf Zeit, sie nimmt aber bereits am
Auswahlverfahren zum Berufssoldaten teil: "Ich hoffe, dass es klappt, mir
macht die Aufgabe hier viel Spaß und die Flugbereitschaft ist wie eine
kleine Familie. - Das würde mir sicher fehlen." |
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| Vom Konferenzraum bis zum... |
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...Fernsehen reichen die Möglichekiten für die Fluggäste. |
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