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 Der Techniker hat das letzte Wort

Verantwortungsvolle Aufgabe: Oberfeldwebel Markus Dick bei der Sichtprüfung. Fotos: Zeitter
Neuburg a. d. Donau (uz) [16.08.07]. So lange der ihm zugeteilte Eurofighter den Boden berührt, trägt Oberfeldwebel Markus Dick auch die Verantwortung für die Maschine und seine Besatzung. Er ist als Erster Wart im Jagdgeschwader 74 in Neuburg an der Donau tätig. Seit Juli 2006 werden hier nach und nach die Maschinen vom Typ Phantom F4-F durch den moderneren Eurofighter ersetzt. Für den Techniker Dick begann die Vorbereitung auf das neue Luftfahrzeugmuster bereits im Jahr 2005 mit der Umschulung in Kaufbeuren und anschließend mit einer entsprechenden praktischen Einweisung in Rostock-Laage wo auch die Piloten auf das Flugzeug trainiert werden.
Lebenslauf
 Oberfeldwebel
  Markus Dick
5.2.1979
in Schrobenhausen geboren

1996 Mittlere Reife

anschl.
Ausbildung zum Industriemechaniker bei Audi in Ingolstadt, Gesellenjahre

2001
Eintritt in die Bundeswehr
Allgemeine Grundausbildung in Germersheim

Versetzung in das
Jagdgeschwader 74, Neuburg/Donau

Ausbildung zum 2. Wart
(Phantom F4-F) in Kaufbeuren

2003
Feldwebellehrgang in Appen

Meisterlehrgang in Faßberg

Ausbildung zum 1. Wart in Neubrandenburg

Auslandsverwendung in Decimomannu/Italien

Sprachausbildung Englisch in Heide und Kaufbeuren

2005
Umschulung auf Eurofighter in Kaufbeuren

2006
Praktikum Eurofighter in Rostock/Laage

seit Juli 2006
1. Wart (Eurofighter) im Jagdgeschwader 74, Neuburg/Donau

Im täglichen Flugbetrieb wird den Wartungsgruppen jeweils eine Maschine zugewiesen. Die Gruppe ist dann für die Vor-, Zwischen- und Nachfluginspektion zuständig und verantwortlich. Rund eine bis eineinhalb Stunden vor dem geplanten Start legt die Wartungsgruppe los und bereitet alles für den Piloten vor. Die Maschine erhält Strom, die Funktion von Lampen, Beleuchtung und Displays wird überprüft und Füllstände von Öl und Schmiermitteln werden kontrolliert. Natürlich führen Oberfeldwebel Dick und seine Männer auch eine Sichtprüfung der Maschine durch und sorgen für die Betankung. "Der Eurofighter hat kein Bordbuch mehr, die Prüfungen werden im Computer registriert", erzählt Markus Dick. Er wird, sobald der Pilot eintrifft auch mit ihm die Funktionen der Maschine checken. Ohne seine Zeichen wird die Maschine nicht bewegt. Sollten Fehler auftreten, ist es auch er, der die Entscheidung treffen muss, ob die Maschine zum Start rollen darf oder. Der Wart ist es auch, der dem Piloten nach dem Flug die Parkposition zuweist und dafür Sorge zu tragen hat, dass beim Bewegen der Maschine keine Schäden entstehen. "So lange er am Boden ist, ist es mein Flieger", lächelt Dick. Es gäbe dadurch aber auch, so räumt der Techniker ein, durchaus auch Diskussion mit Piloten, wenn der Start verweigert wird. "Man darf eben nicht aus den Augen verlieren, dass Menschenleben an dieser Entscheidung hängen", betont er, dass es wichtig ist, diese Haltung auch gegenüber dienstgradhöheren Kameraden zu halten.
Nach dem Flug wird die selbe Maschine wieder in die Hände des selben Wartungsteams gelegt. Dann sind abermals die Kontrollen durchzuführen.
Markus Dick und seine Kameraden sorgen dafür, dass der Eurofighter „wie geschmiert läuft“...
Wenn die Maschine noch eine weitere Mission vor sich hat, ist sie gegebenenfalls entsprechend umzurüsten. Beispielsweise wenn Außentanks angebracht werden müssen. Diese „Betreuungsaufgabe“ wird vom Technikpersonal in zwei Schichten wahrgenommen.
Die Bundeswehr und ihre Flieger hätten ihn schon immer fasziniert, gesteht Markus Dick. Auch mit dem Hobby Modellbau hat er sich damit beschäftigt. Und sein Geburtsort in der Nähe vom Fliegerhorst in Neuburg half diesem Interesse auf die Sprünge. Doch vor der Bewerbung bei der Bundeswehr, die er ins Auge gefasst hatte, war Dick eine zivile Ausbildung wichtig. Bei einem Ingolstädter Automobilbauer absolvierte er eine Lehre zum Industriemechaniker. Der tägliche Arbeitsweg führte ihn dann auch immer am Fliegerhorst in Neuburg an der Donau vorbei. Die tägliche „Konfrontation“ verfehlte ihre Wirkung nicht:

Arbeitsplatz Eurofighter...
Über eine Truppenwerbung hat er den ersten Schritt auf die Bundeswehr zu gemacht. Einen Tag lang schaute er in seinen heutigen Aufgabenbereich und kam zu Ergebnis, dass das Richtige für ihn sein könnte. Nach einem Test im Zentrum für Nachwuchsgewinnung in München wurde er auch einberufen und absolvierte seine Allgemeine Grundausbildung beim Luftwaffenausbildungsregiment in Germersheim. Es folgte eine Ausbildung am Arbeitsplatz sowie der Unteroffizierslehrgang und die Ausbildung zum zweiten Wart in Kaufbeuren. Nach dem Feldwebellehrgang, den Dick 2003 in Appen absolviert hatte, folgte der Meisterlehrgang in Faßberg und die Ausbildung zum Ersten Wart in Neubrandenburg. Im vergangenen Jahr bereitete er sich in Rostock-Laage auf das neue Waffensystem, den Eurofighter vor.
Als im Juli 2006 die ersten der neuen Maschinen in Neuburg einschwebten, war Dick bereits als Erster Wart verfügbar.
Seinen Werdegang hat der Oberfeldwebel gut durchdacht. Auch wenn er früher schon „alles über die Flieger gesammelt hat“, wie er sagt, war es ihm wichtig, erst einmal einen Beruf zu lernen. Inzwischen hat er einen Antrag auf Übernahme zum Berufssoldaten gestellt.
Das neue Waffensystem ist natürlich für ihn etwas ganz besonderes. „Es ist aber auch viel komplexer“, räumt er ein. Man müsse dabei einfach mehr Dinge beachten. Dennoch der Eurofighter an sich sei sehr viel wartungsfreundlicher als die Phantom.
Der Schichtdienst der Soldaten geht rund um die Uhr. So kümmern sich die Teams natürlich mit um die Maschinen, die in der Alarmrotte zum Einsatz kommen, zur Zeit sind dies noch ausschließlich Phantom F4-F. Für die Teams an den Eurofightern, wie Markus Dick, ist dies dann die Zukunftsmusik.

Der Eurofighter ist wohlbehalten zurückgekehrt und versorgt. Schichtende für Markus Dick.
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