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Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld von Hemme liegt in
der Einsatzplanung der Zahnärzte in den verschiedenen
Einsatzgebieten der Truppe. „Die Planung steht
bis ins Jahr 2007“, berichtet er stolz, „und
es sind größtenteils zufriedene Freiwillige,
die sich wieder bereit erklären, erneut in einen
Einsatz zu gehen.“ Von der Arbeitsatmosphäre
im Ausland konnte sich der Bayer im letzten Jahr dann
selbst überzeugen. Ein Kollege sagte kurzfristig
ab und Hemme sprang ein. „Die fünfeinhalb
Wochen im Feldlager Prizren (Kosovo) waren eine wirklich
tolle Zeit für mich“, schwärmt er, „ man
bekommt ein direktes Feedback und sieht, dass die theoretisch
beschlossenen Dinge auch in der Wirklichkeit funktionieren.“
Langweilig wird es Christoph Hemme also sicher nicht als
zahnärztliches „Mädchen für alles“,
wie er seinen Dienstposten selbst beschreibt.
Schon früh stand für Christoph Hemme die Ausrichtung
seines Traumberufes fest: „Ein kreativer Job sollte
es werden“, erklärt Christoph Hemme, worauf
hin ihm der Studienberater im Gymnasium vorgeschlagen hat,
Zahnarzt zu werden. Der Berufswunsch war ihm sofort in
Mark und Bein übergegangen. Schnell suchte er nach
Möglichkeiten, sein Zahnmedizinstudium zu finanzieren
- der Wehrdienst kam da gerade recht. Er trat seinen Grundwehrdienst
im Juli 1988 beim Gebirgsartilleriebataillon 235 in Bad
Reichenhall an und entschied sich dann im Oktober dafür,
Reserveoffizier zu werden. Er verpflichtete sich für
zwei Jahre und absolvierte alle Lehrgänge. So wurde
er zum Zugführer mit Offizierspatent in Bad Reichenhall.
Sein Batteriechef brachte ihn dann auf die Idee, das Zahnmedizinstudium
bei der Bundeswehr zu machen. „Ich ging davon aus,
dass man das Fach nicht beim Bund studieren kann, weil
es an keiner Bundeswehruniversität angeboten wird“,
rekapituliert Hemme, „doch mit Beurlaubung und dem
Studium an einer zivilen Universität war dies dann
doch möglich.“
Er fühlte sich sehr wohl in der Bundeswehr und entschloss
sich deshalb dafür zu bleiben. Auch die Prüfung zum
Laufbahnwechsel bei der Offizierbewerberprüfzentrale
(OPZ) in Köln brachte er schnell und problemlos hinter
sich, doch sein weiteres Vorankommen wurde auf Grund seiner
Versetzung
zum Jahreswechsel 1989/90 zum Sanitätslehrbataillon 851
kurzzeitig gebremst.
„Ich bin genau einen Tag zu früh versetzt worden,
sonst hätte ich sofort im Sommersemester 1990 mit
dem Studium anfangen können.“ Er kam aber noch
als Fahnenjunker statt als Fähnrich nach München
und musste somit noch eineinhalb Jahre „absitzen“,
obwohl er bereits alle Offizierlehrgänge erfolgreich
hinter sich gebracht hatte. Diese Zeit nutzte er, sammelte
praktische Erfahrungen. Ein Krankenpflegepraktikum im Bundeswehrkrankenhaus
in München und Dienst im zahnärztlichen Bereich
bereiteten ihn auf seine zukünftigen Aufgaben vor. „Gerade
die zahntechnischen Einblicke, die ich da bekommen habe,
haben mir den Einstieg ins Studium sehr erleichtert.“ |