Aus den Händen des Staatssekretärs
erhielt die Soldatin dann ihre Beförderungsurkunde und die Kommandeure
von Verbänden aus Bayern gratulierten den Beförderten persönlich.
Beim Appell konnte man deutlich sehen, was dieser Moment und die Beförderung
für Anne Bähr bedeuten.
Inzwischen darf sie an ihrer Uniform den ersten „breiten Ring“ auf
dem Ärmel tragen. Der geleistete Eid bekomme an diesem Tag eine ganz neue
Dimension, brachte es Christian Schmidt auf den Punkt. Der Dienstgrad bringe
eine neue, hohe Verantwortung mit sich.
Die Freude über die Beförderung und die Gedanken zur weiteren Karriere
haben nicht viel Platz im Alltag der Soldatin. Das Informatik-Studium zählt
zu den anspruchsvollsten Studiengängen an der Hochschule. Die nächsten
Prüfungen und die Bachelor-Arbeit stehen für Anne Bähr derzeit
im Mittelpunkt. An der Bundeswehr-Universität könne man in kürzester
Zeit zum bestausgebildetsten Akademiker werden, hatte Merith Niehuss, die Präsidentin
der Universität, in ihrer Ansprache betont. Der Appell auf dem Campus der
Universität zeige, so Niehuss weiter, wie sehr der akademische Teil und
der militärische Teil des Offizierslebens zusammenhängen.
Um weiterhin im vorderen Drittel der Leistungen zu bleiben, widmet sich Anne
Bähr mit viel Ehrgeiz dem weiteren Studium – ohne dabei zu vergessen,
dass eine Karriere bei der Marine vor ihr liegt. |