Für Anne Bähr und ihre
Kameradinnen war der Tag eine willkommene Abwechslung
zum aktuellen Hörsaalalltag, so kurz vor der Offiziersprüfung. „Ich
hätte in jedem Fall versucht, dabei zu sein“, sagte Anne Bähr
nach ihrer ersten „Betreuungsfahrt“ des Tages. Als Gesprächspartnerin
stand sie gerne zur Verfügung, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. „Wenn
ich von etwas überzeugt bin, kann ich das auch gerne weitergeben“,
lächelt Bähr und bestätigt damit erneut, dass sie mit ihrer Berufswahl
nach wie vor zufrieden ist. Nach den jüngsten Erfahrungen der Seefahrt im
EAV nicht verwunderlich.
Kontinuierlich erklären die Soldaten Abläufe bei der Bundeswehr und
berichten, dass man natürlich auch ganz normal in ziviler Kleidung die Kaserne
verlassen darf und auch seine Freizeit nach eigenen Interessen gestalten kann.
Auch wenn der Umgang oft locker ist und viele Dinge auch wohl nicht mehr so ernst
genommen werden wie zur Dienstzeit der Eltern der Besucherinnen, bringt es Fähnrich
zur See Clausen auf den Punkt: „Man darf nicht vergessen: Es ist eben Militär.“ Schon
zu Beginn hatten die beiden mit der Erklärung für ein Schmunzeln gesorgt,
dass bei der Bundeswehr grundsätzlich ein „sie“ gepflegt wird
und man mit Dienstgrad und Nachnamen angesprochen wird, von vorgesetzten und
unterstellten Soldaten. Im Hörsaal würde man sich aber natürlich
duzen, allerdings meistens trotzdem mit dem Nachnamen ansprechen. „Clausen“ und „Lechler“ beließen
es an diesem Tag aber bei einem „Eva“ oder „Bente“.
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