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 „Es gab vieles zu lernen“
 Anne Bähr sammelt Eindrücke auf der Fregatte „Sachsen“

Der Ausbilder Hauptbootsmann Andreas Pfeiffer erklärt der Offizieranwärtnerin Obergefreiter Anne Bähr die Koppelspinne in der Operationszentrale der Fregatte "Sachsen".
Fotos: Ann-Kathrin Fischer (PIZ Marine)
Wahlstedt/Willemstad (Curacao / niederl. Antillen) (uz) [29.03.09]. „Das Schiff ist schon ungewohnt groß. Ehrlich gesagt, ich habe mich am Anfang einige Mal verlaufen“, berichtet die Offizieranwärterin Obergefreiter Anne Bähr, weibliche Dienstgradbezeichnungen gibt es bei der Bundeswehr nicht, von den ersten Tagen im Einsatz- und Ausbildungsverband der Marine (EAV). Der Verband, der in diesem Jahr aus den Fregatten „Sachsen“ und „Lübeck“ sowie dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ besteht, hat vielfältige Aufträge: Er dient unter anderem der Ausbildung der Offizierwärter, aus diesem Grund ist auch Anne Bähr an Bord. Die 19jährige aus der Uckermark ist seit dem 1. Juli 2008 bei der Bundeswehr und wird seitdem zum Offizier ausgebildet. Außerdem nimmt der Verband aber auch an Manövern teil oder kann zu Einsätzen abkommandiert werden. Die Besatzungsmitglieder und die Offizieranwärter, die in drei Gruppen nacheinander an der Reise teilnehmen, freuen sich in diesem Jahr über eine außergewöhnliche Route. Der EAV überquerte in diesem Jahr den Atlantik, überfuhr den Äquator und steuerte bisher Häfen in der Karibik und in Südamerika an.
Anne Bähr wurde für den mittleren Teil der Reise eingeteilt. Das „Abenteuer“ EAV begann für sie in Santa Cruz auf Teneriffa mit ein paar Tagen Aufenthalt, ohne so genannten Tagesdienst zum Crewwechsel, bevor sie auf der Fregatte in See stach. Für Obergefreiter Bähr und die anderen Offizieranwärter ist es nach neun Monaten Dienstzeit und der Ausbildungsreise auf dem Segelschiff „Gorch Fock“ die erste Erfahrung an Bord einer Einheit der Deutschen Marine. Die Ausbildung gehört zum Offizierlehrgang, den die Soldatinnen und Soldaten derzeit eigentlich an der Marineschule Mürwik (MSM) bei Flensburg absolvieren.
Und trotz der anfänglichen Schwierigkeiten mit der Orientierung auf der Fregatte „Sachsen“ fand sich Anne Bähr schnell mit dem Bordleben zurecht - und auch mit der Stammbesatzung. Am Anfang sei diese schon etwas verschlossen, blickt sie zurück.

Ehrenposten der großen Flaggenparade.
„Das hat aber jeder selbst in der Hand, ob das so bleibt oder nicht“, hat sie gelernt. Und fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn man sich da in der Mannschaftsmesse auch mal mit zum Skat hinsetzt, findet man auch guten Anschluss.“ Mittlerweile sei das Verhältnis zur Stammbesatzung sehr offen, bestätigt sie. Sie habe schon sehr viel gelernt, auch viele neue Abkürzungen und das ist ja der Sinn der Reise.
Die Wochen im EAV dienen den Offizieranwärtern dazu, sich in den unterschiedlichen Bereichen umzusehen. Hauptabschnitte werden diese bei der Marine genannt. Die unterschiedlichen Verwendungen werden den Bereichen 100 (Nautik), 200 (Schiffstechnik), 300 (Führungsmittel und Waffentechnik), 400 (zentrale Dienste), 500 (Bordhubschrauber) und 600 (Gefecht) zugeordnet. In die meisten Bereiche konnte Anne Bähr schon hineinschnuppern. Aber auch andere Bereiche, wie die sanitätsdienstliche Versorgung an Bord standen auf dem Dienstplan der Gruppen. Die wenigen verbleibenden Tage wird Anne Bähr im technischen Leitstand der Fregatte verbringen. Am Ostermontag werden die Offizieranwärter des zweiten Törns zurück in Deutschland erwartet.

Obergefreiter Anne Bähr beim Schießen mit dem Maschinengewehr MG 3.
Beeindruckt und begeistert ist der Obergefreite aber, und das steht schon vor dem Ende der Ausbildungsfahrt fest, ohnehin erstrangig vom Dienst auf der Brücke, den sie erleben durfte. „Es war sehr interessant, Wachoffiziere beim tatsächlichen Dienst zu erleben und zu beobachten“, schwärmt Bähr.
Während der Atlantik-Überquerung, so sagt sie, sei die See recht ruhig gewesen. Darüber sei sie auch gar nicht so traurig. Seekrank sei so definitiv kein Thema gewesen. Die Überquerung selbst empfand die Soldatin wenig spektakulär. Einige mal sei sie als Posten im Ausguck eingesetzt gewesen, berichtet sie. „Auf dem Atlantik war recht wenig los, in zehn Tagen konnte ich nur einen Frachter und ein paar Delfine melden“, erzählt Bähr. Die Aufgabe als Rudergänger sei da wesentlich interessanter gewesen, gesteht sie.
Den gewünschten Effekt einer beruflichen Orientierung innerhalb der Möglichkeiten, die die Laufbahn der Offiziere bietet, hatte die Fahrt für Anne Bähr bereits. Auch wenn sie durchaus noch neugierig auf die Aufgaben in der Schiffstechnik ist, hängt die persönliche Präferenz eher an einer Verwendung auf der Brücke.

Der Ausbilder Hauptbootsmann Andreas Pfeiffer zeigt den Offizieranwärtnern Eric von Rüsten und Anne Bähr an der Konsolen in der Operationszentrale (OPZ) der Fregatte "Sachsen" die Arbeit.
Weitere Praktika sind für die Offizieranwärter übrigens auch zwischen den Trimestern des Studiums, in dem Anne Bähr ab Oktober Informatik studieren wird, möglich. So können Wünsche für spätere Verwendungen noch korrigiert und angegeben werden. Eine Option, die die Bedingungen in der Marine von anderen Organisationsbereichen unterscheiden, in denen die spätere Verwendung meist vor der Einstellung festgelegt wird.
Einige Wachdienste standen für Anne Bähr ebenfalls schon auf dem Dienstplan, sei es auf See oder bei einem der Aufenthalte in den fremden Hafenstädten. So war sie auch während des Empfangs an Bord, der in Salvador gegeben wurde, im Wachdienst. Selbstverständlich hat sie aber auch von allen Häfen etwas gesehen. Mit selbst erarbeiteten Unterrichten hatten sich die Offizieranwärter schon im Januar und Februar auf die Hafenstädte vorbereitet. Oft wären die Soldatinnen und Soldaten des Hörsaals auch gemeinsam unterwegs gewesen, erzählt sie.

Verpflichtung vor der Front: Obergefreiter Anne Bähr hält eine der täglichen Presselagen.
Die Tage der Reise kommen ihr, so sagt sie, von Tag zu Tag kürzer vor.
Auf See kann sie über e-Mails Kontakt zu ihrer Familie halten, die an Ostern und ein paar Tage danach noch auf Besuch von der Soldatin verzichten muss. „In den Häfen telefoniere ich meistens“, erzählt Bähr. Daher ahnt sie wohl auch, wie sie in Deutschland ein wenig Neid erzeugen kann: „Morgen geht es noch einmal an den Strand, bevor es wieder auf See geht. Wir haben hier so 35 oder 36 Grad“, berichtet Obergefreiter Anne Bähr im Telefoninterview und man kann ihr Strahlen förmlich hören. Unweigerlich fällt bei diesen Worten der Blick aus dem Fenster auf den sich aufbäumenden Winter in Deutschland, dem Anne Bähr entkommen ist.
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