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 Laufbahn der Offiziere
Angehende Offiziere werden schon relativ früh in der Ausrichtung ihrer Laufbahn festgelegt. Nach der Vermittlung grundlegender militärischer Kenntnisse geht es für den Offizieranwärter normalerweise in ein Studium an den Universitäten der Bundeswehr in München oder Hamburg. Eine Übersicht über die Studiengänge gibt es [hier].
Die Aufgaben der Offiziere liegen vorrangig in der Führung als Vorgesetzte - zunächst als Zugführer, später als Kompaniechef oder Kommandeur eines Verbandes oder Kommandant eines Schiffes oder Bootes. Damit sind sie neben militärischem Führer auch Ausbilder und Erzieher der ihnen unterstellten Soldaten. Offiziere arbeiten aber auch in leitender Funktion in verschiedenen Führungsgrundgebieten der Stäbe.
Des weiteren sind Ärzte, Apotheker und Veterinäre im Zentralen Sanitätsdienst zugleich Offiziere. Allerdings studieren die Anwärter für diese Verwendungen grundsätzlich an zivilen Universitäten. Diese Möglichkeit besteht auch für andere Einzelfälle. Beispielsweise gilt das für die Studiengänge Biologie, Physik oder Chemie für die Qualifikation zur Laufbahn in der ABC-Abwehrtruppe.
Offiziere als Spezialisten sind aber zum Beispiel auch Piloten von Hubschraubern, Transport- oder Jagdflugzeugen. Für sie sind höchste Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit gefordert. Sie werden in den meisten Fällen in einem besonderen Verpflichtungsverhältnis beschäftigt. Für Piloten ist in der Regel kein Studium vorgesehen. Sie haben den Status des sogenannten BO 41. (Berufsoffizier 41), das heißt sie unterliegen einer besonderen Altersgrenze, mit deren Ablauf die Dienstzeit endet. Es besteht die Möglichkeit zur anschließenden Übernahme in die Offizierslaufbahn.
Neben den Einstellungsvoraussetzungen für jeden Soldaten auf Zeit müssen Bewerber, für die Laufbahn der Offiziere weitere Voraussetzungen aufweisen: Abitur (Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife), Fachhochschulreife oder Realschulabschluss beziehungsweise einen gleichwertigen Bildungsabschluss, der diesen Vorgaben entspricht. Für den direkten Einstieg in diese Laufbahn ist die Mittlere Reife die Ausnahme und bedarf zumindest eines längeren Aufnahmeverfahrens.
Realschulabsolventen benötigen zusätzlich die bestandene Abschlussprüfung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf.
Auch Soldaten mit Realschulabschluss und bestandener Unteroffizierprüfung können sich als Offizier des Truppendienstes bewerben.
Jungen Feldwebeln steht zusätzlich der Wechsel in die Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes offen. Diese Laufbahn sieht kein Studium vor und endet mit dem Dienstgrad des Hauptmann beziehungsweise Stabshauptmann. Offiziere des militärfachlichen Dienstes sind meist in den Führungsgrundgebieten ihrer ursprünglicher Tätigkeit in Stäben tätig.
In der Laufbahn der Offiziere wird den Soldaten relativ früh eine äußerst große Verantwortung für Menschen und Material übertragen. Dieses gilt umso mehr, da gerade Offiziere im Rahmen der Auftragstaktik eine relativ große Entscheidungsfreiheit haben und ihre Befehle nicht nur im Einsatz mit weitreichenden Konsequenzen verbunden sein können.
Offizieranwärter bei einer gemeinsamen Weiterbildungsmaßnahme. Fotos: Zeitter
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