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 „Durchfallquote geht gegen Null“
 Ausbildung wird ganz groß geschrieben
Hamburg (uz) [20.10.08]. Gemessen an der Hamburger Industrie sind die 17 Auszubildenden, die in diesem Herbst ihre Ausbildung beim Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Hamburg begonnen haben, eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Bundesweit gehört die Bundeswehr zu den größten Ausbildungsstätten. Eine Ausbildungsstätte, die vielen Bewerbern gar nicht geläufig ist. Viele denken beim Arbeitgeber Bundeswehr nur an den militärischen Dienst. Im Hamburger Dienstleistungszentrum werden derzeit 55 „Azubis“ in vier unterschiedlichen Berufen ausgebildet. Neben dem Verwaltungsfachangestellten, der in jedem Dienstleistungszentrum gefragt ist, hängen die Ausbildungsberufe sehr stark von der regionalen Bundeswehr-Präsenz ab. Mehr als 40 Ausbildungsberufe können bei der Bundeswehr insgesamt erlernt werden, dazu gehören auch viele der neuen Berufsbilder. In Hamburg sind die weiteren Berufsbilder medizinischer Fachangestellter, zahnmedizinischer Fachangestellter und pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter. Das liegt, so erklärt der Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Hamburg, Regierungsdirektor Olaf Möbius, vor allem daran, dass das Bundeswehr-Krankenhaus in Hamburg eine sehr gute Einrichtung und zugleich auch Bedarfsträger für diese Berufsbilder sei.
Die Bundeswehr ist für die jungen Menschen aber erst einmal nur ein Ausbildungsbetrieb. „Wir kommen der Forderung der Bundesregierung nach, Ausbildungsplätze bereitzustellen. Aufgrund der Haushaltslage können wir die Auszubildenden aber leider in der Regel nicht übernehmen“, betont Olaf Möbius. Nur in Ausnahmefällen finden die Absolventen eine Anstellung im Bereich der Wehrverwaltung, zumal die Stellen derzeit massiv reduziert werden. Einer der großen Vorteile eines Auszubildenden in der Wehrverwaltung liegt im Stellenwert der Ausbildung. „Die Vermittlung von Ausbildungsinhalten hat oberste Priorität“, betont Möbius und ergänzt, dass die jungen Menschen nicht für andere, berufsfremde Aufgaben herangezogen würden.

Auszubildende in der zahnrztlichen Abteilung des Standortsanittszentrums Hamburg.
Fotos Zeitter
Dass das bei anderen Betrieben nicht so selbstverständlich ist, erlebt Corinna Böge, die Ausbildungsbeauftragte in Hamburg, regelmäßig: „Es kommt schon vor, dass Auszubildende von anderen Betrieben, nach dem sie in der Berufsschule mit unserem Personal zusammengetroffen sind, gerne zu uns wechseln möchten.“ Die Berufsausbildung bei der Bundeswehr genießt einen sichtlich guten Ruf.

Ausbildung wird großgeschrieben: Angehende Verwaltungsfachangestellte beim Bundeswehrdienstleistungszentrum Hamburg.
Die Einstellungsverfahren für die genannten Berufe liegen in der Zuständigkeit der örtlichen Dienstleistungszentren. Nur für die Anwärter in der Beamtenlaufbahn, auch in diesem Ausbildungsspektrum sind derzeit sechs Plätze in Hamburg belegt, erfolgt die Bewerbung über die zuständigen Wehrbereichsverwaltungen. Nach einer ersten Sichtung der Bewerbungen werden ausgewählte Kandidaten zu einem schriftlichen Einstellungstest gebeten. „Dabei ist auch das Allgemeinwissen von Bedeutung“, plaudert Olaf Möbius aus dem Nähkästchen und ergänzt hinter vorgehaltener Hand: „Ein Bewerber, der einen Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr anstrebt, sollte schon wissen, wie der derzeitige Verteidigungsminister heißt.“ Wer sich nach diesem Einstellungstest in die engere Wahl qualifiziert hat, wird zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen.
„Der Bewerbungsschluss für den Ausbildungsbeginn im Sommer ist jeweils zum 31. Oktober des Vorjahres“, erklärt Corinna Böge. Die Zahlen der Bewerbungen seien in den letzten Jahren leicht abgeflaut, erzählt die Ausbildungsbeauftragte. Dennoch: Bewerber gebe es immer noch mehr als Stellen. Es haben, im Gegensatz zu vielen anderen Ausbildungsbetrieben, bei der Bundeswehr auch Bewerber mit guten Hauptschul-Zeugnissen eine realistische Chance für einen Platz ausgewählt zu werden. Die derzeitigen Lehrlinge kommen übrigens aus dem gesamten norddeutschen Raum zum Bundeswehr-Dienstleistungszentrum nach Hamburg. Derzeit sind sogar junge Frauen und Männer aus Sachsen und Thüringen unter den Eingestellten. Gefunden wird der Ausbildungsbetrieb häufig über das Internet.
Die Auszubildenden durchlaufen in ihrer Ausbildung unterschiedliche Bereiche im Dienstleistungszentrum und sammeln überall, wo es für das Berufsbild Sinn macht, Erfahrungen. In allen Bereichen verfügt die Dienststelle über kompetente Ausbilder, die einem Azubi das notwendige Wissen vermitteln können. Die Lehrlinge aus den medizinischen Berufsbildern durchlaufen zusätzlich eine Praktikums- oder Ausbildungsphase in Arztpraxen in der Region. Hier können beispielsweise die Abrechnungsverfahren mit Krankenkassen erlernt werden, die es bei der Bundeswehr nicht gibt. Probleme, für die Auszubildenden einen entsprechenden Platz zu bekommen, kennt Corinna Böge kaum: „Unsere Leute sind gerne gesehen und in den Praxen immer willkommen.“
Neben der betrieblichen Ausbildung absolvieren die Azubis die übliche Berufsschule, die für den Beruf vorgesehen ist. Hier haben sie auch eine intensive Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit Lehrlingen aus anderen Betrieben. Die Verwaltungsfachangestellten absolvieren darüber hinauseinen Blockunterricht an einer Bundeswehr-Verwaltungsschule, um die bundeswehrspezifischen Dinge zu lernen. Zur Zeit läuft dieser in Berlin. Aber auch hier hat die Bundeswehr einen entscheidenden Trumpf in der Hand, wie Regierungsdirektor Möbius betont. Während bei anderen Ausbildungsbetrieben Lehrlingswohnheime genutzt werden müssten, würden die Azubis der Bundeswehr, gerade an den Fachschulen in den militärischen Anlagen, untergebracht und verpflegt. Hier sei nicht nur für einen „Rund um Service“ gesorgt, hier werde zugleich auch Acht auf die oft noch minderjährigen Azubis gegeben.
„Die Durchfallquote in den Abschlussprüfungen liegt bei den Azubis des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Hamburg übrigens nahezu bei Null“, fügt Möbius nicht ohne Stolz hinzu.
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