cht truppen.info: Hobbys rund um die Bundeswehr
truppen.info: Hobbys rund um die Bundeswehr
jüngste Beiträge
Aus den Einsätzen
Sicherheitspolitik
Wir suchen Ihre Fotos
Linkliste
Link eintragen
Laufbahnportraits
Der Weg zum Offizier
Der Weg zum Unteroffizier
Dienstgradabzeichen
truppen.info-Quiz
Spiele
Downloads
Buchtipps
Für Webmaster
 

 „Man erwartet einfach, dass ich da bin!“
 Mirko Voß lässt Soldaten- und Sammlerherzen höher schlagen
Die Produkte des Schifffahrtsverlag Voß lassen Sammlerherzen höher schlagen.
Foto: Voß
Hamburg (uz) [08.06.09]. Der Hamburger Mirko Voß ist an der Elbe aufgewachsen. „Das erklärt vieles“, schmunzelt er. Schon früh knüpfte er einen Bezug zur Seefahrt und zu Schiffen. Auch wenn beruflich nichts aus der Seefahrt wurde, denn er wurde technischer Zeichner, hat er heute mit seinem Verlag den direkten Draht zu seiner Leidenschaft. Seit fast 15 Jahren macht Voß Sammlerherzen in ganz Deutschland – eigentlich in der ganzen Welt - glücklich.
Auf Informationsblättern vereinigt er wissenswerte Informationen, Originalfotos, Briefmarken sowie Post- und Bordstempel zu außergewöhnlichen Dokumenten mit maritimem Bezug. Viele Auflagen sind dabei so überschaubar, dass es sich zum Teil um gefragte Exponate, fast schon Unikate, handelt. Sein gelbes Zelt im „Post-Look“ ist beliebter Anlaufpunkt bei maritimen Veranstaltungen wie Hamburger Hafengeburtstag, Kieler Woche oder Hanse Sail. „Das gehört einfach dazu, auch wenn die Standgebühren in den letzten Jahren förmlich explodiert sind“, sagt Voß. Nur einmal habe er bei einer Kieler Woche keinen Stand betrieben, erinnert sich der Hamburger und sei dann ständig angesprochen worden, was denn passiert sei. Der Bezug zu „seinen“ Schiffen ist für Voß sehr wichtig, wie er sagt: „In zweiter Reihe stehen, bringt bei mir gar nichts!“ Er ist entsprechend überall dort vor Ort, wo der Allgemeinheit, den so genannten „Sehleuten“, auffällige und bekannte Schiffe vor die Augen kommen. Wenn solche Schiffe auftauchen, muss es für Mirko Voß schnell gehen. Fotos müssen abgezogen und aufgeklebt sowie Schiffsstempel eingeholt werden.
Bei vielen Schiffsstempeln, die auf Einheiten der Deutschen Marine benutzt werden, hatte er auch die Hand bei der Gestaltung im Spiel. Noch während der Schiffsliegezeit hält Mirko Voß seine Sammlerstücke bereit, wenn es nicht mit dem typischen gelben Stand ist, dann zumindest mit dem Bauchladen. Die „Machart“ spricht viele Käufer an. Philatelisten oder andere Sammler sind ebenso dabei, wie Fans der Marine-Einheiten, Traditionssegler oder Kreuzfahrt-Giganten – die Kunden von Mirko Voß haben ganz unterschiedliche Intensionen. Viele von ihnen beziehen die aufwändigen Sammlerstücke sogar im Abonnement. Meist einmal im Jahr erhalten sie, je nach Vorbestellung, eine Lieferung mit den gewünschten Belegen.
Der genannte Bezug darf aber niemals zu kurz kommen, egal ob AIDAdiva, das Segelschiff „Alexander von Humboldt“ aus der Bier-Werbung oder die Fregatte Hamburg: Mirko Voß ist dort, wo seine Motive liegen.
Mirko Voss in seinem Element.
In Hamburg sind es regelmäßig die St. Pauli Landungsbrücken oder die Überseebrücke, bei der Kieler Woche ist es der Marinestützpunkt. Dass er mit vor Ort dabei ist, ist für seine Kunden selbstverständlich. Als Ein-Mann-Unternehmen kommt er dann auch schon mal in Erklärungsnot, wenn zwei Schiffe an unterschiedlichen Orten gleichzeitig zu Gast sind.
Die zahlreichen schwimmenden Besucher in den Häfen seines Einzugsgebiets lassen ihn in den Sommermonaten kaum zur Ruhe kommen, dann ist Hauptgeschäftszeit. Aber nicht in allen maritimen Städten hat Voß gute Erfahrungen gemacht. „Hamburg ist schon ein Phänomen“, stellt er fest, das zeige nicht nur das überdurchschnittliche Interesse für die „Queen Mary 2“, das auch ihn beim ersten Besuch der „Dame“ schnell zum „Ausverkauf“ brachte, auch Marineeinheiten aus allen möglichen Ländern würden in Hamburg rege besucht, weiß er. Ganz anders sei es aber in Bremerhaven. Auch für große Marineverbände interessieren sich dort nur eine Handvoll Besucher. Auch die dortige „Bremerhavener Festwoche“ hat Voß längst aus seinem Terminkalender gestrichen.
Zu den Dauerbrennern gehören das Segelschulschiff „Gorch Fock“ und die „Queen Mary 2“. „Es ist nicht immer leicht, sich für den Inhalt etwas Neues einfallen zu lassen“, gesteht Voß, der für das Segelschulschiff der Deutschen Marine auch schon bis nach Australien unterwegs war.
Übernommen hat er die Aufgaben vor 11 Jahren von Reinhard Nerlich, der zu vielen Einheiten ein umfangreiches Archiv, auch an Fotos, angesammelt hatte. Fotos sind neben den Belegen der zweite „Geschäftszweig“ am Stand von Mirko Voß: „Ich kann vielen Menschen auch mit Fotos ausgefallener Schiffe helfen. Das funktioniert aber nur auf Anfrage, einen Vorrat kann ich da nicht bereithalten“, freut sich Voß. Aber gerade ehemaligen Besatzungsmitgliedern der Marine kann er unter die Arme greifen. Bei Veranstaltungen der Deutschen Marine ist er als Fotograf Dauergast. Nur so kann er auch immer aktuelle Beiträge für Sammelblätter bieten. Verändert haben sich die Sammlerstücke im Vergleich zu denen seines Vorgängers kaum. Wobei Voß einen großen Wert auf einen ordentlichen Offsetdruck und professionelle Fotoabzüge legt.
Der Stand von Mirko Voss bei der Kieler Woche.
Neben dem eigenen und dem kommerziellen Interesse hat Mirko Voß an seinem Stand aber auch noch eine weitere Funktion. „Oftmals bin ich so etwas wie ein Verbindungsglied zwischen den Besuchern und der Marine“, gesteht Voß. Häufig sei er Ansprechpartner für die Interessen von Besuchern, die im Umgang mit den Soldaten nicht so gewieft seien. Auch diese Gespräche an seinem Stand sind Mirko Voß längst ans Herz gewachsen. Gerade dann wenn jemand in seiner „Wühlkiste“ krabbelt. Eine Wühlkiste, die es gar nicht gäbe, wenn es nach Voß und seinem Bestreben nach einer optimalen Qualität für die Sammlerstücke ginge. „Aber den Kunden ist sie wichtig und oftmals kommen dabei geheime Wünsche zu Tage“, berichtet er aus seinem Erfahrungsschatz. Viele Wünsche habe er schon erfüllen können, betont er.
Mirko Voss bei der Motivjagd.
In der Zusammenarbeit mit dem Personal auf den Schiffen versucht Mirko Voß ebenfalls immer seine Qualitätsstandards zu halten. „Meistens versuche ich, meine Belege selbst zu stempeln“, berichtet er.
Natürlich hat auch ein Schiffsprofi wie Voß noch offene Wünsche an Schiffen, für die er noch nie ein Blatt erstellt hat. „Der Einsatzgruppenversorger 'Frankfurt am Main’ steht dabei ganz oben auf der Liste“, schmunzelt er. Aber es gibt auch negative Erinnerungen, beispielsweise an das gar nicht gastgemäße Auftreten der Besatzung eines koreanischen Marineverbandes. Ansonsten schwärmt er von den guten Arbeitsverhältnissen mit den Pressestellen der Bundeswehr und den Dienststellen im Hamburger Hafen.
Beim diesjährigen Hamburger Hafengeburtstag hat Mirko Voß übrigens erneut ein Kabinettstückchen geliefert. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die Deutsche Post einen Sonderstempel genehmigte, der die drei Einheiten der deutschen Marine, die beim Hafengeburtstag zu Gast waren, zeigt.
 
Anzeigen
Racheshop - Europas witzigster Online-Shop!
Ihre Werbung hier?
Anzeigen
Kreuzfahrt-Schn�ppchen
   Diese Seite empfehlen      Sitemap    Archiv    Impressum    Kontakt 
(c) 2005 by www.truppen.info