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Feldpost sammeln |
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Für jeden Briefmarkensammler ist Feldpost der Inbegriff
von seltenen Stücken. Briefe, die in den Jahren
der beiden ersten Weltkriege nicht immer den Empfänger
erreicht haben. Besonders wertvolle Stücke fallen
den Eingeweihten ein. Beispielsweise Post, die von Angehörigen
der eingeschlossenen Luftlandeeinheiten auf Kreta verfasst
wurde.
Briefmarkenhändler belächelten die Postbelege aus den Einsatzgebieten
der Bundeswehr noch vor einigen Jahren als völlig uninteressant oder
nur von „emotionalem Wert“. Ein Blick in die Angebote der Internethändler
sprechen eine andere Sprache: Es ist ein großer Markt erwacht. Zahlreiche
Sammler jagen den Belegen hinterher. Die meisten nach ihrem individuellen
Interesse. Kataloge dieses Sammelgebietes sind erst seit wenigen Jahren
auf dem Markt. Die Belege werden nahezu täglich vielfältiger.
Das Hauptproblem der meisten Sammler liegt allerdings weniger in der Organisation
ihrer Sammlung sondern im Erreichen der Belege:
Die wenigsten der Soldaten, die in den Einsatzgebieten wieder zum
Federhalter statt zu E-Mail und Telefonhörer greifen und ihre Angehörige
schenken den Umschlägen der "Feldpost" Beachtung.
Dazu kommt, dass die Bundeswehr einer zentralen Dienstvorschrift
(ZDv 77/1) den Feldpostsoldaten die Annahme von Sammlerbelegen
und die Beantwortung von derartigen Anfragen verbietet.
Das hat aus Sicht des „Dienstherrn“ auch einen guten Grund. Immerhin werden
jährlich 1,5 bis 2 Millionen Briefe und rund 200.000 Päckchen
und Pakete jährlich über die Feldpostorganisation transportiert.
Dennoch haben viele Soldaten in den Einsatzgebieten Verständnis für
die Sammler. Sie müssen "nur" gefunden werden. Persönliche
Ansprechpartner sind von Vorteil. Eine nette Anfrage wird gerne mal beantwortet,
Anspruchdenken wird eher als Frechheit empfunden.
Feldpostangehörige sind oft im Zwiespalt zwischen Hilfsbereitschaft
und der ständig zunehmenden Flut von Anfragen aus aller Welt. Bitte
um Feldpostbelege aus China und Japan sind dabei keine Ausnahme.
Gesammelt werden Belege, die verschiedene Lager dokumentieren, oder auch
persönliche Briefe. Dokumentiert wird die Herkunft neben den Feldpoststempeln,
die regelmäßig ausgetauscht werden, durch selbstgefertigte Cache-Stempel,
die sich in nahezu jedem Kontingent vermehren.
Kein Sammelgebiet
hingegen sind Briefe und Postkarten der schwimmenden Marine Einheiten.
Hier wird die Post ohne besondere Kennzeichnung in den verschiedenen
Ländern, die angelaufen werden, aufgegeben. (uz) |
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