| Um 700 n. Chr. |
Völker
mit Bantusprachen erreichen das Gebiet der heutigen Demokratischen
Republik Kongo |
| 16. Jhdt. |
Im
Norden der heutigen Republik besteht ein politisches System
bei den Zande und ein Königreich bei den Mangbetu; das
Königreich Kongo am Unterlauf des Kongo-Flusses wird
von Portugiesen christlich beeinflusst. |
| 19. Jhdt. |
Forschungsreisen
erwecken Interesse der Europäer an Kolonisierung. |
| 1884 – 85 |
Bei
der Berliner Konferenz einigen sich die europäischen
Mächte im wesentlichen über die Aufteilung auch
Zentralafrikas, König Leopold II von Belgien übernimmt
den "Unabhängigen Kongostaat" als Privatbesitz,
Eroberung des Gebiets, Zerstörung der Reiche des Msiri
und des Tippu Tib. |
| 1908 |
Belgischer
Staat übernimmt Herrschaft über den Kongostaat. |
| 30.06.1960 |
Nach
Unruhen wird das Land in die Unabhängigkeit entlassen;
Staatspräsident Kasavubu und Ministerpräsident
Lumumba;
Meuterei der Streitkräfte löst Intervention Belgiens
und Sezession Katangas aus;
Auf Ersuchen Lumumbas (später ermordet) entsenden Vereinte
Nationen eine Streitmacht. |
| 1961 – 64 |
Zentral-Regierung Adoula |
| 1963 |
mit
Hilfe der Streitkräfte der Vereinten Nationen wird Katanga
wieder eingegliedert |
| 1964 – 65 |
Regierung
Tshombé |
| 24.11.1965 |
Generalstabschef
Mobutu (seit 11.12.1982 Maréchal) übernimmt die
Staatsgewalt und gestaltet die II. Republik zu einem zentralistischen,
totalitären Präsidialregime (Hinrichtung politischer
Gegner, Verabschiedung einer Präsidialverfassung, Errichtung
eines Einparteiensystems unter dem "Mouvement Populaire
de la Révolution") |
| 21.10.1971 |
Umbenennung
des Landes in Zaire |
| 1973/74 |
Im
Zuge der "Zairianisierung" werden ausländische
Vermögen nationalisiert (1976 teilweise wieder aufgehoben) |
| 1977 |
Eine
aus Angola eindringende, militärisch organisierte zairische
Oppositionsgruppe (FNCL) löst erste Shaba-Krise aus,
die mit Hilfe marokkanischer Truppen gelöst wird. |
| 1978 |
Zweite
Shaba-Krise wird durch eine französisch / belgische
Intervention beendet. |
| 80er Jahre |
Wirtschaftlicher Ruin des Landes |
| 1991/1993 |
Plünderungswellen
zerstören weite Teile der noch existierenden industriellen
und administrativen Infrastrukturen. |
| ab 1990 |
Der
demokratische Aufbruch in Mittel- und Osteuropa und seine
Auswirkungen in Afrika führen zu politischem Umbruch. |
| 24.04.1990 |
Präsident
Mobutu verkündet Abkehr vom Einparteienstaat |
| 1991/92 |
Souveräne
Nationalkonferenz (CNS) soll politische Weichen für
die sogenannte "III. Republik" stellen. Der von
der Konferenz zum Premierminister ernannte Oppositionelle
Etienne Tshisekedi (UDPS) wird jedoch von Mobutu per Dekret
für abgesetzt erklärt. |
| April 1994 |
Verabschiedung
einer Übergangsverfassung durch das Übergangsparlament
HCR-PT |
| Juni 1994 |
Oppositionspolitiker
Kengo wa Dondo zum Premierminister gewählt, einige Erfolge
bei der Stabilisierung der zerrütteten Wirtschaft und
der Vorbereitung allgemeiner Wahlen |
| 1996 |
Süd-Kivu:
Aufstand der Banyamulenge-Tutsi gegen die Zentralregierung
in Kinshasa; durch Uganda, Ruanda, Burundi und Angola unterstützt,
erobert die sich später AFDL (Alliance des Forces Démocratiques
pour la Libération du Congo/Zaire) nennende Rebellenbewegung
binnen acht Monaten weite Teile des Staatsgebietes. |
| 17.05.1997 |
Einnahme
von Kinshasa; AFDL-Führer Laurent Désiré Kabila
proklamiert sich zum neuen Staatspräsidenten; Umbenennung
des Landes in Demokratische Republik Kongo; Mobutu stirbt
wenig später im marokkanischen Exil. |
| 02.08.1998 |
Beginn
der Rebellion, maßgeblich unterstützt durch Ruanda
und Uganda. |
| 16.01.2001 |
Präsident
Laurent-Désiré Kabila bei einem Attentat getötet;
die Nachfolge tritt sein Sohn Joseph Kabila an (Vereidigung
am 26.01.01). |
| 01.07.2002 |
Das
Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs
(IStGH) tritt für die Demokratische Republik Kongo,
Vertragsstaat seit dem 11.4.2002, in Kraft. |
| 31.07.2002 |
Präsident
Joseph Kabila und der ruandische Präsident Paul Kagame
unterzeichnen in Pretoria ein Abkommen über den Rückzug
der ruandischen Truppen aus dem Kongo sowie die Entwaffnung
und Demobilisierung ruandischer Hutu-Milizen auf kongolesischem
Gebiet. Die VN-Mission MONUC und Südafrika sollen als "Dritte
Partei" die Ausführung des Abkommens überwachen. |
| 06.09.2002 |
In
Luanda, Angola, unterzeichnen der kongolesische Präsident
Kabila und der ugandische Präsident Yoweri Museveni
ein Abkommen, das die Beziehungen der beiden Länder
normalisieren soll und in dem sich Uganda zum Abzug seiner
Truppen aus dem Kongo verpflichtet. |
| 17.12.2002 |
In
Pretoria einigen sich Kriegsparteien, politische Opposition
und Zivilgesellschaft unter Druck der internationalen Gemeinschaft
auf den "Accord Global et Inclusif". |
| 01./02.04.2003 |
In
Sun City verabschieden die Delegierten des Innerkongolesischen
Dialogs feierlich die Ergebnisse der Einigung von Pretoria,
darunter ein Schema zur Machtverteilung unter den Konfliktparteien
und eine neue Übergangsverfassung. |
| 04.04.2003 |
Präsident
Joseph Kabila verkündet die neue Übergangsverfassung,
am Tag zuvor wurden bei ethnisch begründeten Massakern
im Ituri (Dodro) Hunderte von Menschen umgebracht. |
| 11.06.2003 |
EU-Rat
stimmt der Entsendung einer 1.500 Mann starken multinationalen
Einsatztruppe (Operation Artemis) zu; Operation Artemis dauert
bis zum 01.09.2003 an. |
| 28.10.2003 |
UN-Expertenpanel
stellt die Endfassung des Berichts über die illegale
Ausbeutung der kongolesischen Rohstoffressourcen unter Bekanntgabe
der daran beteiligten Regierungen, Firmen und Privatpersonen
vor. |
| 17.-19.12.2003 |
Im
Rahmen des Weltbankkonsultativtreffens in Paris werden der
DR Kongo rund 4 Mrd. USD Unterstützung zum Wiederaufbau
des Landes für die Jahre 2004 bis 2006 zugesagt. |
| 28.03.2004 |
Einige
Stunden andauernde Schusswechsel in verschiedenen Militäreinrichtungen
und im Zentrum Kinshasas. |
| 02.-04.06.2004 |
Nachdem
die Stadt Bukavu in die Hände abtrünniger Soldaten
fällt, brechen in Kinshasa Unruhen aus, die sich in
erster Linie gegen die VN-Mission MONUC richten. |
| 10./11.06.2004 |
Versuchter
Staatsstreich durch Mitglieder der Präsidentengarde
GSSP. |
| 13.08.2004 |
Massaker
in einem burundischen Flüchtlingscamp (in Gatumba),
dem ca. 160 Personen zum Opfer fielen, darunter 140 Banyamulenge
(tutsistämmige Kongolesen). Täterschaft – laut
VN-Bericht vom 05.10.2004 – nicht endgültig aufklärbar
(vermutlich beteiligt: burundische Rebellengruppe FNL, Forces
Nationales de Libération, Mitglieder der Interahamwe,
Mayi-Mayi sowie andere bewaffnete Gruppen). |
| 10.01.2005 |
Wegen
der vom Präsidenten der Unabhängigen Wahlkommission
angedeuteten Verschiebung des Wahltermins finden Demonstrationen
in Kinshasa statt, bei denen es laut offiziellen Angaben
4 Tote gibt.
Vier Tage später zum Gedenken der Toten Aufruf zu einem
Tag der Trauer/des Boykotts. |
| Quelle: Auswärtiges Amt |
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