Am
2. Dezember 2004 endete das fast schon traditionsreiche
Mandat der NATO-Stabilisation Force (SFOR) in Bosnien-Herzegowina,
das seit 1996 implementiert war. Neu ist damit eine Friedenstruppe
unter dem Kommando der Europäischen Union.
Ein
Teil des deutschen Kontingents ist in den administrativen
Stäben
in Mostar sowie im EUFOR-Hauptquartier bei Sarajevo stationiert.
In Mostar führen Soldaten
aus Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland die
Einsatzkräfte im Südwesten des Landes.
Das Hauptkontingent ist in Sarajevo
stationiert. Im Dezember 1996 rückten hier die ersten
Deutschen Soldaten in die ehemalige Kaserne der Jugoslawischen
Volksarmee in Rajlovac, sudwestlich der Stadt ein.
Das Hauptaugenmerk der Soldaten gilt der Präsenz
im zugeteilten Sicherungsbereich und der Schaffung eines
sicheren Umfeldes. Dazu gehören beispielsweise auch
Aktionen zur Sammlung von Waffen, die noch in der Bevölkerung
verbreitet sind. Ziel der Bemühungen soll ein stabiler
Friede für das Land und ein sichere Umfeld für
Rückkehr von Flüchtlingen sein.
Natürlich ist in Rajlovac auch das komplette logistische
und infrastrukturelle Umfeld geschaffen. Dazu gehören
Instandsetzung und Nachschub ebenso wie das Feldlazarett.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt, wie bei allen Kontingenten,
im Bereich von CIMIC (Civil-Military Cooperation = Zivil-Militärische
Zusammenarbeit). Dieses Engagement dient nicht nur dem
zivilen Wiederaufbau, es schafft auch ein hohes Maß an
Vertrauen in der Zivilbevölkerung gegenüber
den deutschen Soldaten. Dies dient indirekt auch dem
Schutz der EUFOR-Truppen. (uz) |