truppen.info: Einsätze: Beobachtermissionen
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   „In Deutschland herrschen paradiesische Zustände“
 Zwischen blauer Kopfbedeckung und afrikanischen Mythen
Regen (uz) [23.02.08]. Hauptmann Gunnar Wieland ist seit kurzen Kompaniechef im Panzergrenadierbataillon 112 in Regen im bayerischen Wald. Noch vor wenigen Monaten absolvierte er einen Auslandseinsatz als UN-Beobachter im Sudan. Mit truppen.info sprach der Offizier über seine Erlebnisse in diesem nicht ganz alltäglichen Einsatzszenario:

truppen.info: Vom UN-Beobachter zum Kompaniechef. Wie groß ist dieser Schritt, wie schwer die Umstellung?

Hauptmann Gunnar Wieland: Sehr groß. Als Militärbeobachter ist man hauptsächlich für sich selbst verantwortlich, in gewissem Maße noch für den deutschen Kameraden, der mit einem an einem Ort stationiert ist – dann allerdings nicht als Vorgesetzter, sondern als Kamerad – und ggf. tageweise als Patrouillenführer für eine Handvoll Offiziere. Ich hatte im Sudan – anders als jetzt – keine Verantwortung für über 200 Männer und Frauen, verfügte nicht über Disziplinargewalt, die Verantwortung für Material beschränkte sich auf die persönliche Ausrüstung und ein Geländefahrzeug der Vereinten Nationen. Die besondere Verantwortung, die mit der Befehlsgewalt über bewaffnete Soldaten in anderen Einsätzen selbstverständlich ist, fällt ebenfalls weg.
Der Militärbeobachter ist ein Offizier unter anderen, auch der Teamsite-Leader (Chef einer abgesetzten Beobachterbasis) ist nur ein „primus inter pares“. Der Kompaniechef ist Vorgesetzter, mit allen schönen und weniger schönen Eigenschaften, Rechten und Pflichten. Gehe ich als Kompaniechef an einen Auftrag heran, so ziehe ich in meine Überlegungen mit ein, wer mir Arbeit abnehmen kann, was ich delegieren kann, um selbst den Überblick zu behalten oder die Hände für kritische Lagen frei zu haben – als Militärbeobachter muss ich meist alles selbst machen.
Die Umstellung ist mir bisher nicht so schwergefallen wie ich anfangs befürchtete, da ich zum einen ja in der Panzergrenadiertruppe „aufgewachsen“ bin und zum anderen auch sehr herzlich hier in Regen in Kompanie und Bataillon aufgenommen wurde.

truppen.info: Wie muss man sich die alltägliche Arbeit eines UN-Beobachters vorstellen?

Hauptmann Gunnar Wieland: Grundsätzlich ist der Dienst militärisch organisiert, allerdings mit all den Einschränkungen, die sich beispielsweise durch Sprachbarrieren, Dienstgradstruktur in der Teamsite und Besonderheiten, um nicht zu sagen Mängeln, der Infrastruktur ergeben. Amtssprache ist Englisch, das aber nur wenige Beobachter wirklich beherrschen – wir Deutschen sind da auf jeden Fall besser, als wir selbst vermuten. In meiner Teamsite bestand nicht die Möglichkeit, in einem Feldlager zu wohnen, das heißt die Militärbeobachter kamen morgens aus der ganzen Stadt am „Office“ zusammen. Wir selbst wohnten zu elft (später zu siebt) in einem Backsteinbau mit Wellblechdach, dessen Luxus in dem betonierten Fußboden bestand, elektrischen Strom oder Licht gab es nicht. Um neun Uhr fand eine Art Lagebesprechung aller Beobachter statt, gleichzeitig Ersatz für ein Kompanieantreten. Die Patrouillen waren um diese Uhrzeit schon auf dem Weg. Die Patrouillen bestanden grundsätzlich aus mindestens zwei Fahrzeugen, vier UNMOs (internationale Militärbeobachter der Vereinten Nationen), je einem National Monitor (nationaler sudanesischer Beobachter) beider Konfliktparteien und ein bis zwei Dolmetschern. Wer zu Patrouillen in den nächsten Tagen eingeteilt war, beschäftigte sich mit der Vorbereitung, also Aufgabenverteilung an die Patrouillenmitglieder, Gesprächsvorbereitung mit den Dolmetschern, Information der nationalen sudanesischen Beobachter (sie werden von beiden Konfliktparteien gestellt, um die Unparteilichkeit der UN-Militärbeobachter zu überwachen und vor allem um gegebenenfalls auftretenden Problemen mit örtlichen Kommandeuren zu begegnen), besorgen von Ersatzrädern (Mangelartikel) und Wasserkanistern, technischer Dienst an den Fahrzeugen und so weiter. Nach Rückkehr von der Patrouille muss ein Bericht abgefasst werden. Ein Offizier vom Dienst verfolgte vom „office“ aus den Funkverkehr der Patrouillen und hielt Verbindung mit diesen.
Da wir uns auch selbst verpflegen mussten, – wir taten dies gruppenweise nach Hausgemeinschaften – nimmt einen nicht unerheblichen Teil des Tages das Einkaufen von Lebensmitteln auf dem Markt und die Zubereitung des Essens ein. Gekocht wurde auf Holzkohle. Um das frischgeschlachtete Fleisch vom Markt überhaupt weich zu bekommen, musste man als eingeteilter Koch schon mindestens zwei Stunden für je Mittag- und Abendessen einplanen.
truppen.info: In der Presse spiegelt sich die UN-Mission im ständigem Wechsel zwischen hoffnungsvoller Veränderung, aber auch mit kontinuierlichen Übergriffen, nicht zuletzt auch auf die Internationalen Kräfte. Wie haben Sie Ihre Mission erlebt?

Hauptmann Gunnar Wieland: Gewalt gegen mich habe ich glücklicherweise nicht erlebt, sieht man mal ab von einer Situation, bei der meine Patrouille von einer Soldateska eine Art Platzverweis erhielt – nachdem ich nicht nur nach Lage und Auftrag, sondern auch nach einem bewaffneten Kind in der Einheit fragte und ein Kamerad aus Gabun Fotos machte, wurde uns bedeutet, es sei jetzt gesünder für uns, wenn wir führen. Allerdings wurde eine Patrouille einer anderen Teamsite, deren Führer ein deutscher Kamerad war, einmal mit Waffengewalt gestoppt und für etwa sechs Stunden in Gewahrsam gehalten. Ganz ohne ist die Mission auch deshalb nicht, weil man bei Schießereien unter Einheimischen – Kalaschnikows sind im Sudan reichlich vorhanden – auch als Unbeteiligter etwas abkriegen könnte. Und ich habe den Eindruck gewonnen, dass ein Menschenleben im Sudan „weniger wert“ ist, als bei uns.
Hoffnung auf Veränderung darf man meines Erachtens durchaus haben, aber in einem anderen Zeitrahmen, als wir es uns vorstellen oder gewohnt sind: Die Zeit verläuft anders in einem Land, in dem eine hauptsächlich mündliche Kultur vorherrscht, dessen Straßen im Süden nur knapp die Hälfte des Jahres für Kraftfahrzeuge passierbar sind, einheimische Wegstrecken nicht in Kilometern sondern Tagereisen angeben.

truppen.info: Wenn Beobachtermissionen in den Medien auftauchen, das ist meist dann, wenn etwas „schief“ ging. Leistet man als UN-Beobachter einen eher vergessenen Dienst?

Hauptmann Gunnar Wieland: Diese Frage beschäftigt sich meines Erachtens mit einem grundsätzlichen „Problem“ der menschlichen Wahrnehmung und damit auch der Medien: Über den Weg, auf dem man geht, macht man sich ja auch nur Gedanken, wenn man mal stolpert. Daher würde ich das nicht sagen. Man kann ja nicht erwarten, dass stets und ständig ganz Deutschland mit den Beobachtern im Sudan mitfiebert. Auch aus dem derzeit wahrscheinlich brisantesten Einsatzgebiet der Bundeswehr, Afghanistan, hört man ja meist nur, wenn kritische Entscheidungen oder Ereignisse betrachtet werden, ähnliches gilt für den Irak, wo ja ein regelrechter Krieg tobt. Allerdings wünschte ich mir, dass die Tatsache, dass überhaupt deutsche Militärbeobachter in Georgien, Eritrea, Äthiopien und im Sudan eingesetzt sind, der Bevölkerung effektiver verdeutlicht wird. Es herrschen teilweise abenteuerliche Vorstellungen über den Beobachtereinsatz.

truppen.info: Im Gegensatz zu den Kameraden in den „klassischen“ Einsätzen, nennen wir den Balkan oder Afghanistan, sind die Mittel zur Verteidigung zusätzlich eingeschränkt. Ist diese Tatsache im täglichen Bewußtsein?

Hauptmann Gunnar Wieland: Dass wir Beobachter gänzlich unbewaffnet waren, änderte meines Erachtens unsere ganze
Einstellung und Herangehensweise an Aufträge wie Patrouillen oder Verhandlungen. Wer einmal akzeptiert hat, dass er unbewaffnet ist, schließt alle Handlungsalternativen, die sich nur durch die Möglichkeit der Gewaltanwendung durchführen beziehungsweise riskieren lassen, von vornherein aus. In einigen wenigen Situationen war es ein ungutes Gefühl, unbewaffnet in einem Land zu sein, indem die Bewaffnung quasi zur Mannbarkeit dazugehört und in dem Brutalität eine normale Ausdrucksform des alltäglichen Lebens und Umgangs miteinander darstellt. Und als Soldat ist man ja zunächst gewohnt, wenn nötig auch bewaffnet einzutreten. Deshalb spricht man ja auch von Streitkräften. Aber es erleichtert natürlich auch vieles: Sämtliche mit dem Führen von Waffen verbundene Verantwortung und dadurch anfallende Organisation und Verwaltung fallen weg. Allerdings trägt der Patrouillenführer damit auch mehr Verantwortung in Bezug auf Fingerspitzengefühl und Beobachtungsgabe: „Wird es brenzlig?“, „Muss ich mich jetzt aus der Affäre ziehen oder kann ich noch ein bisschen gegenhalten?“

truppen.info: Inwieweit haben Sie im Nachhinein den Eindruck, etwas bewegt oder verändert zu haben?

Hauptmann Gunnar Wieland: Wenn überhaupt, so habe ich nur sehr wenig verändert. Ich habe hoffentlich dazu beigetragen, eventuell vorherrschende negative Vorurteile über Deutsche und insbesondere deutsche Soldaten abzubauen, weniger noch bei Sudanesen als bei den Militärbeobachtern, die mit mir in der Teamsite dienten – denn die stammen ja aus aller Herren Länder und haben doch nur sehr schematische Vorstellungen über Deutschland und die Deutschen.
Hauptmann Wieland (rechts) bei einem Zwischenstop am Akuem-River während einer Patrouille zur Südgrenze des Dafurgebiets, im Gespräch mit einem Offizier der Rebellenarmee SPLA.
Fotos: privat
Fingerzeigen auf den „Kawuadschá“, den Weißen mit der Kamera. Hier: Kinder im Bundesstaat Nothern Bahr el Ghazal - alle Kinder möchten unbedingt fotografiert werden, der Höhepunkt ist, wenn Sie danach die sich selbst auf dem Display der Digitalkamera sehen-.
In Hyamtell, während einer viertägigen „long range control“ / Patrouille. Beim Erkunden einer Furt kam das Team zu Fuß an zwei „Bauern-Höfen“ vorbei - die Kinder ließen sich gerne fotografieren.
Alltägliches Bild: Sudanesische Frauen beim Wasser holen. Schon junge Mädchen tragen unglaubliche Lasten.
Bei der Durchquerung eines Flusses auf Patrouille in den Norden des Zuständigkeitsbereichs.
Ein typisches Bild im Südwesten des Sudan: Ein „Tukul“ als Wohnhaus, links daneben ein „Tukul“ auf Stellzen als Vorratslager. Die „Tukuls“ sind aus Lehm, verstärkt mit Ästen und mit Stroh bedeckt.
Bei ein paar Sudanesen, mit denen ich regelmäßig Umgang hatte, habe ich hoffentlich vorgelebt, dass es sich lohnt zu planen, Vorhaben sauber umzusetzen und möglichst ehrlich miteinander umzugehen. Trotz dieser eher geringen Veränderungen bin ich zufrieden, denn allein die Präsenz der Vereinten Nationen im Süden des Sudan erleichtert den kleinen Leuten das Leben etwas, Willkür und Gewalt werden ein wenig zurückgedrängt und der Frieden rückt jeden Tag ein kleines Stück näher – und ich war ein Teil davon, das ist ja schon mehr, als man erwarten kann. Spektakuläre Veränderungen hatte ich im Zeitraum von sechs Monaten nicht erwartet.

truppen.info: Was hat die Mission bei Ihnen bewegt oder verändert? Was haben Sie für sich mitgenommen?

Hauptmann Gunnar Wieland: Ich bin reifer geworden, schätze das Leben noch mehr. Mein Glaube an Gott spielt eine noch größere Rolle in meinem Leben als zuvor. Auch weiß ich jetzt, wie wunderschön wir es in unserer Heimat haben, was für paradiesische Zustände hier in Deutschland im Grunde herrschen. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein in Deutschland, aber wenn man sich bewusst macht, unter welchen Umständen die Menschen in solchen vom Bürgerkrieg heimgesuchten Entwicklungsländern leben, dann verkneift man sich manches Gejammer. Fernsehbilder vom Elend haben mich nicht auf das Ausmaß an Armut und Unterentwicklung vorbereitet, das man tatsächlich vorfindet, wenn man eine Zeit dort verbringt.
Meine im Grunde romantischen Vorstellungen von Afrika sind natürlich erschüttert worden, trotzdem möchte ich gerne wieder einmal nach Afrika – egal ob als Soldat oder einfacher Reisender – denn auch ohne Romantik ist es schön dort und die Menschen haben so viele interessante, traurige und lustige, Geschichten zu erzählen.

truppen.info: Wie haben Sie Ihr Einsatzland kennengelernt? Wie haben Sie persönlich die Akzeptanz für die internationalen Kräfte erlebt?

Hauptmann Gunnar Wieland: Ich ziehe gern den Vergleich zu den Erlebnissen und Verhaltensweisen, die Grimmelshausen in seinem „Simplicissimus“ schildert: Ein Land im Bürgerkrieg zerstört und/oder in der natürlichen Entwicklung zurückgeworfen. Extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich, wer über Macht verfügt, lebt diese ohne zu zögern aus, Mitleid mit Armen oder Schwachen gibt es kaum, wer heute Geld hat, gibt es aus – vielleicht gibt es keinen Morgen. Gesellschaftlich sind die Menschen hin- und hergerissen zwischen traditioneller Lebensweise und Moderne.
Die internationalen Kräfte sind insgesamt akzeptiert, mehrfach haben sich Menschen spontan bei mir persönlich dafür bedankt, dass wir Militärbeobachter Dienst in ihrem Land tun. Allerdings werden tatsächliche oder behauptete individuelle Verfehlungen von Mitarbeitern der Vereinten Nationen oder anderen Hilfsorganisationen als besonders schlimm empfunden und auch von der politischen Führung wohl zur Polemik gegen die UNO oder „den Westen“ benutzt.
Es kommt auch vor, dass der scheinbare Reichtum von Ausländern oder Non Government Organisations genutzt werden soll, indem man versucht, mit erfundenen Klagen vor einheimischen Gerichten, Forderungen durchzusetzen.

truppen.info: Was macht den Sudan für Sie aus? Ist es ein Land, das Sie gerne auch unter anderen Vorzeichen erleben möchten?

Hauptmann Gunnar Wieland: Der Sudan ist an und für sich ein schönes Land. Besonders beeindruckten mich die Pyramiden, die Wüste und das Buschland im Süden. Ich würde gerne einmal als Reisender in den Sudan kommen und erleben, dass das Engagement der vielen einheimischen und internationalen Helfer Früchte bringt. Generell habe ich bei den Sudanesen eine Offenheit erlebt, eine unverbildete Neugier und einen Durst nach Wissen, auch eine Freundlichkeit gegenüber dem Fremden, besonders bei armen oder einfachen Leuten. Allerdings trifft man natürlich auch genügend Halsabschneider, die versuchen, den Fremden auszunehmen.

truppen.info: Man sagt: „Wer eine Reise tut, der kann was erzählen“ – Welche Geschichte aus dieser Zeit erzählen Sie gerne?

Hauptmann Gunnar Wieland: Ich hatte sehr viele interessante Erlebnisse. Die besten Geschichten sind für mich diejenigen, die etwas über die Gefühle und das Denken der Menschen erzählen. Hier zwei aus der großen Auswahl:
Bei einer so genannten „long range patrol“ blieben wir vier Tage in einer etwas entlegenen Stadt. Unsere Nachbarin (wir mieteten ein Haus als Übernachtungsmöglichkeit) war eine sehr arme alleinstehende Frau, die mit ihren vier Kindern in einer elenden Grashütte lebte. Beim Verlassen der „temporary base“ hinterließen wir ihr ein großes Paket nicht verbrauchter Lebensmittel. Eine halbe Stunde später saßen wir beim höchsten Repräsentanten der SPLM (Sudanesische Volksbefreiungsbewegung), vergleichbar einem Landrat, um uns aus seinem Payam (Landkreis) abzumelden. Auf seinem Schreibtisch unter einem Mangobaum lagen Teile des Pakets, das wir zuvor der Frau gegeben hatten – das war ihm also zugetragen worden und er hatte sich den „Zehnt“ entrichten lassen. Es war sehr ernüchternd und deprimierend zu sehen, dass sich für die Armen dort nichts zum besseren wendet, auch wenn sie von ihren eigenen Volkshelden regiert werden. Zwar fuhren wir danach noch einmal hin, um ihr heimlich ein wenig Geld zuzustecken, aber der Schmerz über die Machtlosigkeit angesichts dieser Zustände blieb.
Bei der Suche nach Soldaten der sudanesischen Regierungsarmee, die nach einem Feuergefecht vermisst wurden, forschten wir in dem Stützpunkt der Rebellen, der an dem Scharmützel beteiligt war, nach dem möglichen Verbleib dieser Männer. Als ich fragte, ob sie sich vielleicht in das Buschland westlich der Bahnlinie geflüchtet haben könnten und dort zu finden seien, wurde dies heftig verneint: Dort könne niemand überleben. Auf Nachfrage erfuhren wir die Geschichte vom „Maguang“, einem menschenfressenden Tier, das sich in Menschengestalt seinen Opfern nähere, um sie dann zu töten und zu verschlingen. Zwar schränkte der Offizier, der diese Geschichte erzählte ein, es handele sich natürlich nur um eine Geschichte, versah diese Einschränkung jedoch mit einem großen „aber“! Da mich dieses Stück Folklore faszinierte, verfolgte ich in der folgenden Zeit ein wenig diese Erzählungen vom „Maguang“ und tatsächlich ist der Glaube an dieses gefährliche Wesen noch weit verbreitet. Erkennen lässt sich der „Maguang“ solange er Menschengestalt angenommen hat übrigens daran, dass er lästige Fliegen mit einem Wedeln des Ohres vertreibt, Sudanreisende sollten also ihren Gesprächspartner und insbesondere seine Ohren immer im Blick behalten...
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