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Jollydays -  Unvergessliche Tage schenken

 Ein Tor zur Heimat
 Kontingentsoldaten kehren zurück
Nur noch ein paar Minuten trennen die Soldaten von ihren Angehörigen.
Fotos: Zeitter
Hamburg (uz) [04.03.08]. Die Zahl der Busse mit dem „Y“ auf dem Kennzeichen vor dem Geschäftsfliegerzentrum des Hamburger Flughafens ist schon etwas Außergewöhnliches. Auch eine große Zahl von Menschen mit Blumen und Transparenten ist an diesem Teil Flughafens eher die Ausnahme. Erwartet wird ein Airbus A310 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung, der Soldaten aus dem gut viermonatigen Kosovo-Einsatz zurück in die Heimat bringt. Die Angehörigen der Soldaten, die vorwiegend aus dem Bereich der Panzerbrigade 18 „Holstein“ aus dem schleswig-holsteinischen Boostedt kommen, mussten ihre Ehefrauen und Ehemänner, Töchter und Söhne oder auch Mütter und Väter selbst über die Weihnachtsfeiertage entbehren. Ein große Belastung für die Familien. All das ist in wenigen Minuten vergessen, wenn die Soldaten den Flughafen durch das Tor verlassen und ihre Angehörigen in Arme schließen.
Auf dem Vorfeld des Hamburger Flughafens geht es weniger spektakulär zu:
Endlich zurück.
Hier ist die Bundeswehr ein Kunde unter vielen und der Airbus fällt im täglichen Betrieb kaum auf. „Eine Verbindung gibt es allerdings“, gesteht Michael Rumstedt, Leiter Verkehrsaufsicht und „General Aviation“ am Hamburg Airport und damit für die Abfertigung mit verantwortlich: „Viele unserer Mitarbeiter an den Maschinen waren früher selbst bei der Bundeswehr.“ Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ist für ihn völlig unproblematisch. Alle Wünsche würden immer rechtzeitig abgesprochen, lobt Rumstedt das Verhältnis. „Wir können damit gut auf die Wünsche eingehen“, berichtet er und führt als außergewöhnliches Beispiel an, dass man einem Verband kürzlich einen Platz für ein großes Zelt zur Verfügung gestellt habe. Die Soldaten konnten die ersten Augenblicke mit den Angehörigen so ohne neugierige Fremde erleben.
Inzwischen gehören die Maschinen der Flugbereitschaft oder von der Bundeswehr gemietete Maschinen immer in den Kontingentwechselphasen zu den regelmäßigen Besuchern auf deutschen Flughäfen. Ein Zugeständnis für die Soldaten in den Einsatzregionen. Noch zu Beginn der Missionen im ehemaligen Jugoslawien vor rund 15 Jahren beschränkten sich Flüge auf die militärischen Flugplätze im bayerischen Penzing oder in Köln-Wahn. Gerade für Soldaten aus dem Norden der Bundesrepublik verlängerte sich die Reise in die Einsatzregionen damit um mehrere Stunden. Mittlerweile werden, wo immer dies möglich ist, Flughäfen ausgewählt, die für die Verbände kurze Transportzeiten ermöglichen. Neben Hamburg war dies in dieser Wechselphase Nürnberg, um die Soldaten der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ im bayerischen Amberg als Nachfolge-Kontingent abzufertigen.
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