Am
29. November 1945 proklamiert Josip Brosz, der Welt
bekannt als Tito, die Föderative Republik Jugoslawien. Ende
der 70er Jahre gerät der Staat zunehmend in wirtschaftliche
Schwierigkeiten. 1980 stirbt Tito. Die Situation wird
angespannter. Die Auslandsschulden Jugoslawiens wachsen auf
rund 20 Milliarden Dollar an, die Inflation steigt Anfang
der 80er Jahre auf über 40%. Die Situation verschärft sich
zusehends, erst recht, als die Regierung ein einfrieren der
Löhne anordnet. In dieser Phase bekommt der Nationalismus
einen großen Aufwind. Aus den Bewohnern des Landes, das
weltweit als Jugoslawien ein Tourismusmagnet ist, werden
plötzlich "Rassen", es werden "Kroaten", "Serben",
"Moslems". 1987 setzt sich Slobodan Milosevic an die Spitze
der serbischen Parteiführung. 1989 beginnt ein
innerstaatlicher Handelskrieg indem beispielsweise slowenische
und kroatische Waren in Serbien mit Sondersteuern belegt
werden. 1991 zerfällt die Kommunistische Partei in die Organisationen
der Republiken. Im Januar 1991 kommt es in Kroatien zu heftigen
Unruhen. Am 25. Juni 1992 beginnt mit der Ausrufung der Souveränität
Sloweniens und Kroatiens der Zerfall Jugoslawiens und der
Bürgerkrieg. Die Einsatzgebiete der Bundeswehr im ehemaligen
Jugoslawien sind Bosnien-Herzegowina und die Provinz Kosovo.
(uz) |